Die Deichblick-Kolumnisten von links nach rechts: Klaus Allofs, Rollo Fuhrmann, Sebastian Prödl, Naldo und Nils Petersen schreiben für die DeichStube über Werder Bremen.
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Die Deichblick-Kolumnisten von links nach rechts: Klaus Allofs, Rollo Fuhrmann, Sebastian Prödl, Naldo und Nils Petersen schreiben für die DeichStube über Werder Bremen.

DeichBlick-Kolumne von Rollo Fuhrmann

Rolf „Rollo“ Fuhrmann: „Bei Werder Bremen liegt unterm Weihnachtsbaum der Abstiegskampf“

Hallo, hallo! Seit vier Spieltagen geht das nun schon so. Hinten fast dicht, vorne fast harmlos. Okay, so kann Werder Bremen auch Punkte sammeln – für den Klassenerhalt wird das aber nicht reichen und für höhere Ziele schon gar nicht. Und dass diese Unentschieden spielerische Leckerbissen waren, kann auch keiner behaupten. Dennoch gibt es Hoffnung!

Kurzer Blick zurück: Beim Spiel zwischen Werder Bremen und Köln quälten sich beide Teams mehr schlecht als recht gut eine Stunde lang über den Rasen. Bloß keine Fehler und hinten dicht machen, was insbesondere die Kölner massiv praktizierten. Erst nach dem unglücklichen Eigentor von Niklas Moisander bekam das Bremer Spiel mehr Druck und Tempo, ohne allerdings so richtig gefährlich und zwingend zu sein. Für ein Werder-Tor bedurfte es ein Handspiel. Immerhin: Drin das Ding! Aber sonst?!

Werder Bremen noch zu harmlos - was Hoffnung macht

Was sind die Perspektiven des SV Werder Bremen? Wie und wann gibt es mal wieder einen Dreier? Ich weiß gar nicht, ob überhaupt jemand da eine realistische Prognose abgeben kann. Nun gut, ohne stärkeres Mittelfeld und ohne den verletzten Davie Selke und vor allem ohne Niclas Füllkrug scheint das kurzfristig eher unwahrscheinlich. Zudem ist Milot Rashica nach seiner Verletzung noch nicht in bester Form, Yuya Osako neben der Spur und Maxi Eggestein kaum auffällig. Tahith Chong braucht, genauso wie Jean-Manuel Mbom, noch Zeit. Was also macht Hoffnung? Kevin Möhwald auf jeden Fall. Und wie wäre es mal mit dem Österreicher Romano Schmid? Mut und Zuversicht sind bei Werder gefragt – Angst essen Seele auf und bringt keine Siege!

Die gute Nachricht: Es sind jetzt zwei Wochen Zeit, die Bundesligapause zu nutzen, neue Dinge auszuprobieren, gerade auch die jungen Spieler noch mehr einzubinden, ihnen Selbstvertrauen einzuimpfen und eventuell mal neue Freistoßvarianten einzuüben. Im Gegensatz zu anderen Clubs stellt Werder Bremen nur Jiri Pavlenka und Mbom für die Länderspiele ab. Den Luxus, fast alle Protagonisten in der Länderspielpause beisammen zu haben, gab es selten. Also macht 'was draus! Ich bin sehr gespannt, ob es gelingt, den mitunter zähen Spielstil kurzfristig weiterzuentwickeln.

Kult-Reporter Rolf „Rollo“ Fuhmann: Ich befürchte unterm Weihnachtsbaum liegt für Werder Bremen der Abstiegskampf

Wir sollten bei aller berechtigten Kritik auch nicht vergessen, dass – so unglaublich das klingt – Werder Bremen mit zehn Punkten nur einen Zähler hinter einem Europa-League-Platz seht. In den kommenden Wochen heißt es dennoch: Anschnallen, bitte! Schaut auf das Programm: Auswärts Bayern, Wolfsburg, Leipzig und zu Hause Stuttgart, Dortmund und Mainz. Acht Punkte aus diesen Spielen wären gut, fast schon nötig. Wenn es mehr werden, mache ich eine Flasche Sekt auf, wenn es weniger sind, gibt es Kaffee! Bei einem Pokalerfolg kurz vor Weihnachten bei Hannover 96 auch noch Sahne obendrauf. Ich mag ja super gerne Nüsse und gönne sie auch den Eichhörnchen für ihren Winterschlaf. Am Osterdeich zählen aber Punkte und das Hellwach-Sein – denn ich befürchte: Unterm Weihnachtsbaum liegt für Werder der Abstiegskampf.

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