Die DeichBlick-Kolumnisten (v. l. n. r.): Torsten Frings, Nils Petersen, Rollo Fuhrmann, Sebastian Prödl, Jurica Vranjes und Felix Kroos schreiben über den SV Werder Bremen.
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Die DeichBlick-Kolumnisten (v. l. n. r.): Torsten Frings, Nils Petersen, Rollo Fuhrmann, Sebastian Prödl, Jurica Vranjes und Felix Kroos schreiben über den SV Werder Bremen.

DeichBlick-Kolumne

Nils Petersen über Werders Bundesliga-Aufstieg: „Das ist ein emotionaler Wahnsinn“

Von Nils Petersen. Geschafft: Werder Bremen ist zurück in der Bundesliga! Glückwunsch an alle Beteiligten, die dafür gesorgt haben, dass diese turbulente Saison einen positiven Ausgang genommen hat. Es ist eine besondere Emotionslage, wenn der Druck abfällt und die Erleichterung einsetzt – und auch der Stolz, ein großes Ziel gemeinsam erreicht zu haben. Und deswegen darf kräftig gefeiert werden – auch das schweißt oft zusammen.

Ich kann mich natürlich noch sehr gut an den Bundesliga-Aufstieg mit dem SC Freiburg im Jahr 2016 erinnern: Mit einem 2:1 in Paderborn hatten wir das Ziel am 32. Spieltag vorzeitig erreicht. Die Anspannung im Saisonfinale war aber unfassbar groß, auch weil ich das Gefühl hatte, den Abstieg der Vorsaison wieder ausbügeln zu müssen. Meine Gedanken drehten sich um nichts anderes als den Aufstieg, den größten Druck habe ich mir dabei selbst gemacht. Und dann fällt diese Last von dir ab – das ist ein emotionaler Wahnsinn.

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Nils Petersen über den Werder Bremen-Aufstieg: „Bin gespannt, welche Party-Geschichten noch bei mir ankommen“

In den Gesichtern der Werder-Spieler konnte man diese Erleichterung nach dem Abpfiff sehr deutlich erkennen. Verständlich, zumal die Erwartungshaltung in Bremen sicher eine andere ist als sie es damals in Freiburg war. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was los gewesen wäre, wenn Werder das Finale gegen Regensburg vergeigt hätte. Muss nun ja auch keiner, aber das Selbstverständnis „Werder Bremen gehört einfach in die Bundesliga“ war für den einen oder anderen Spieler sicher belastend. Umso besser, dass der Aufstieg geklappt hat! Ich werde mich mal umhören, und ich bin gespannt, welche Party-Geschichten noch bei mir ankommen.

Ich finde, die Feierei muss auch erlaubt sein. Zu sagen: „Werder Bremen ist doch nur wieder aufgestiegen, was soll die Aufregung?“, ist meiner Meinung nach nicht der richtige Ansatz. Es ist wichtig, die Aufstiegseuphorie möglichst mit in die neue Saison zu nehmen. Und dazu gehört dann eben auch, dass man es mal krachen lässt, nachdem ein gemeinsames Ziel (insbesondere nach einer derart turbulenten Saison) erreicht wurde. Und jetzt konzentriere ich mich wieder auf den SC Freiburg, wir haben schließlich noch etwas vor: Drückt uns im Pokalfinale gerne die Daumen, liebe Werder-Fans!

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