Die DeichBlick-Kolumnisten (v. L. n. R.): Torsten Frings, Felix Kroos, Jurica Vranjes, Rollo Fuhrmann, Nils Petersen und Sebastian Prödl schreiben über den SV Werder Bremen.
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Die DeichBlick-Kolumnisten (v. L. n. R.): Torsten Frings, Felix Kroos, Jurica Vranjes, Rollo Fuhrmann, Nils Petersen und Sebastian Prödl schreiben über den SV Werder Bremen.

Felix Kroos schreibt in seiner DeichBlick-Kolumne

Kroos: „Bei uns waren damals auch sehr viele lange Bälle dabei“

Von Felix Kroos. Das wichtigste im Fußball ist die Konstanz. Und die hat Werder in dieser Saison bislang gefehlt. Aber ich wundere mich, dass das für manche überraschend kommt. Das war doch eigentlich klar nach dem besonderen Transfer-Sommer. Jetzt kommt eine wichtige Phase, jetzt muss Werder konstant punkten, um bis zur Winterpause den Anschluss nach oben zu halten oder sogar aufzuschließen.

Ich traue das der Mannschaft absolut zu. Sie ist stark genug dafür, sie hat auch positive Zeichen gesetzt: Mit Rückschlägen ist sie gut umgegangen, hat Antworten gefunden. Dass Trainer Markus Anfang seine Taktik geändert hat, nun einfacher spielen lässt, ist für mich ein Zeichen von Stärke. Er hat erkannt, dass sich die Spieler aktuell damit wohler fühlen.

Ganz ehrlich: In unserer Aufstiegssaison mit Union Berlin waren damals auch sehr viele lange Bälle dabei. In den seltensten Fällen kombinierst du dich von hinten nach vorne durch und machst dann das Tor. Bitte nie vergessen: Das ist die 2. Liga! Da wird anders Fußball gespielt. So langsam müsste das auch in Bremen erkannt worden sein. Der Trainer weiß das, Markus Anfang kennt die Liga und hilft jetzt seiner Mannschaft. Damit wird auch nicht das Mittelfeld aus dem Spiel genommen, sondern bekommt nur andere Aufgaben, kann zum Beispiel auf zweite Bälle gehen. 

Felix Kroos über Werder Bremen: Niclas Füllkrug könnte gegen Schalke eine besondere Rolle spielen

Wichtig wird sein, gerade am Samstag gegen Schalke, dass Werder Bremen gleich Druck macht, um einem leicht verunsicherten Gegner sein Spiel aufzudrängen. Dann sehe ich gute Chancen auf einen Heimsieg. Eine besondere Rolle könnte dabei natürlich auch Niclas Füllkrug spielen. Ich kenne „Lücke“ aus gemeinsamen Werder-Zeiten und war nicht überrascht, als ich von seinem Kabinen-Zoff gehört habe. Er ist sehr emotional, geht dabei auch mal über die Grenzen – diesmal wahrscheinlich etwas zu weit. Vorgesetzte solltest du als Spieler nicht angehen. Aber im Nachhinein können alle damit gut leben, weil „Lücke“ die richtige Reaktion gezeigt hat. Vielleicht hat er diesen Ausraster einfach mal gebraucht, um das ganze Negative abzuschütteln. Nach der Saison können sich ja alle noch mal anschreien, wenn es mit dem Aufstieg geklappt hat . . .

Aber Spaß beiseite: Das wird schon ein knallharter Fight am Samstagabend. Ich freue mich darauf – und sehe Werder dabei leicht im Vorteil. Klappt es tatsächlich mit einem Sieg, dann ist die Konstanz nach dem Sieg in Nürnberg wenigstens schon ein bisschen da. (fkr) Lest auch: Jetzt bestätigt - Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Werder Bremens Trainer Markus Anfang! Und: Werder Bremens Coach unter Verdacht: Das stimmt angeblich nicht mit Markus Anfangs Impfnachweis!

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