Die DeichBlick-Kolumnisten von links nach rechts: Klaus Allofs, Rolf Fuhrmann, Sebastian Prödl, Jurica Vranjes und Nils Petersen schreiben für die DeichStube über Werder Bremen.
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Die DeichBlick-Kolumnisten von links nach rechts: Klaus Allofs, Rolf Fuhrmann, Sebastian Prödl, Jurica Vranjes und Nils Petersen schreiben für die DeichStube über Werder Bremen.

Rolf „Rollo“ Fuhrmann schreibt für die DeichStube

Rolf Fuhrmann: „Warum um Himmels Willen hat Werder Bremen nicht Jojo Eggestein und Fin Bartels vertraut?“

Bremen - Klar, was soll Florian Kohfeldt auch anderes verbreiten als Optimismus. Vor dem Spiel des SV Werder Bremen gegen den FC Bayern, das fast schon sensationell unentschieden ausging, hatte ich noch auf acht Punkte bis Weihnachten gehofft. Nun, es ist bislang nur ein Zähler geworden – und ich bin mir vor dem Spiel in Mainz nicht sicher, ob es nicht wenigstens noch vier werden. Immerhin: Es ist noch ein kleiner Abstand zu den Abstiegsplätzen. Und der 13. Spieltag muss ja auch kein schlechtes Omen sein...

Aber ehrlich gesagt: Ich bin etwas ratlos. Da macht die Mannschaft gegen Dortmund eigentlich ein ordentliches Spiel, kann die Partie lange Zeit offen halten und dann entscheidet diese unglückliche Elfmeter-Szene von Jiri Pavlenka das Spiel. Werder Bremen hatte fast genauso viel Ballbesitz wie der BVB, allerdings neben dem Tor von Kevin Möhwald nur diese eine Chance von Ludwig Augustinsson, die Dortmunds Keeper Roman Bürki stark vereitelt. Die Stürmer Yuya Osako und Josh Sargent konnten kaum Wirkung erzielen. Das machte einmal mehr deutlich, wie sehr der verletzte Niclas Füllkrug fehlt.

Warum hat Werder Bremen Johannes Eggestein verliehen?

Das ist wahrlich keine neue Erkenntnis, aber es zeigt einmal mehr, wie qualitativ dünn der Kader doch besetzt ist. Da verstehe ich einfach nicht: Warum wurde Johannes Eggestein verliehen? Der hat – okay, es ist „nur“ Österreich – in 15 Pflichtspielen schon zwölf Tore erzielt. Und an Fin Bartels, der bei Holstein Kiel für Furore sorgt, möchte gar nicht denken. Warum blühen diese Spieler an ihrer neuen Wirkungsstätte plötzlich so auf? Hat man da in Bremen vielleicht etwas falsch gemacht?

Die sportlich Verantwortlichen bei Werder Bremen wiederholen derweil, dass man auf dem richtigen Weg und optimistisch sei, dass man Fortschritte erkenne und sicher sei, dass man in nächster Zeit auch ausreichend Punkte holen werde. Die Fans – guckt man sich die diversen Foren an – sind eher gespalten. Für die einen Fans sind die Statements von Florian Kohfeldt und Frank Baumann Durchhalteparolen. Die anderen Fans sind dagegen der festen Überzeugung, dass Werder trotz der Misserfolge weiterhin auf dem richtigen Weg sei und Trainer und Sportdirektor es schaffen werden, die Mannschaft in sichere Ligaregionen zu führen.

Werder Bremen: Bis zum Relegationsplatz sind es nur vier Punkte

Ich habe natürlich wie die Anhänger auch keinen Einblick in die Interna. Ich habe keine Ahnung, was finanziell noch möglich ist, oder ob und wenn ja, welche Transfers im Winter anstehen. Ich wäre ja liebend gerne mal Mäuschen auf den Werder-Fluren und in den Kabinen. Auf der anderen Seite will ich es aber auch gar nicht wissen. Wer weiß, ob mich etwaige schlaflose Nächte nicht noch älter werden ließen, als ich ohnehin schon bin...

Nun gut. Bis zum Relegationsplatz sind es nur vier Punkte. Aber – man mag es eigentlich kaum glauben – bis zum zehnten Rang nur drei. Panik und Verzweiflung sind jedenfalls nicht angebracht. Allerdings sollte nach neun sieglosen Spielen im Adventsfinale in Mainz endlich mal wieder ein Dreier für Werder Bremen her. Und als zusätzliches Weihnachtsgeschenk ein Erfolg im Pokal in Hannover. Zwei Siege und Kohfeldts Optimismus wäre berechtigt.

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