Die DeichBlick-Kolumnisten von links nach rechts: Sebastian Prödl, Jurica Vranjes, Nils Petersen, Klaus Allofs und Rolf Fuhrmann schreiben für die DeichStube über Werder Bremen.
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Die DeichBlick-Kolumnisten von links nach rechts: Sebastian Prödl, Jurica Vranjes, Nils Petersen, Klaus Allofs und Rolf Fuhrmann schreiben für die DeichStube über Werder Bremen.

Jurica Vranjes schreibt für die DeichStube

Jurica Vranjes: „Dann darf das von Werder nicht gefeiert werden“

Natürlich glaube ich weiter an den Klassenerhalt, aber eines möchte ich jetzt schon mal klarstellen: Sollte Werder wieder nur gerade so drin bleiben, dann darf das nicht gefeiert werden. Das hat mich schon in den letzten Jahren immer enorm geärgert. Das kann doch nicht der Anspruch sein. Wir reden immer noch vom SV Werder Bremen. So darf es nicht weitergehen!

Das Pokalspiel gegen Leipzig war okay und hat gezeigt, dass Florian Kohfeldt seine Mannschaft noch erreicht. Doch richtig interessant wird es erst jetzt gegen Leverkusen. Der Druck in der Liga ist riesig. Machen wir uns doch nichts vor: Gegen diese starke Mannschaft von Bayer Leverkusen kann es am Samstag (15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) auch mal eine Klatsche für Werder Bremen setzen – und dann wäre es das mit dem Bremer Klassenerhalt wahrscheinlich schon gewesen. Ich hoffe so sehr, dass es anders kommt, aber die Mannschaft hat mich zuletzt einfach zu oft enttäuscht. Alle müssen nun beweisen, dass so eine gute Einstellung wie gegen Leipzig keine Ausnahme war, dass sie bereit sind, wirklich alles für Werder zu tun.

Aber bitte nicht so extrem wie Davie Selke. Das war mir einfach zu viel gegen Leipzig. Man bejubelt doch keinen Elfmeter, den man rausgeholt hat. Selke sollte sich lieber darauf konzentrieren, Tore zu schießen, damit Werder drin bleibt.
Noch etwas ist mir aufgefallen – wieder einmal: Werder fehlt einfach das Tempo. Und ohne Tempo bist du im heutigen Fußball einfach tot. Ich weiß, wovon ich spreche.

Jurica Vranjes: „Bei Werder Bremen passt das Verhältnis überhaupt nicht“

Ich war selbst so ein Ein-Tempo-Fußballer, genauso wie auch Tim Borowski. Aber wir haben damals bei Werder Bremen davon profitiert, dass wir viele schnelle Leute neben uns hatten: Diego, Almeida, Klose – ich könnte noch viel mehr aufzählen. Bei Werder sind aktuell aber nur Milot Rashica und Josh Sargent richtig schnell. Da passt das Verhältnis überhaupt nicht. Daran muss sich für die kommende Saison unbedingt etwas ändern.

Jetzt bleibt nur die Hoffnung, dass sich Werder irgendwie durchkämpft. Dass die Jungs das können, haben sie gegen Leipzig gezeigt. Gegen Leverkusen wird es genauso schwer. Mein Ex-Club braucht die Punkte unbedingt, denn für Bayer ist die Qualifikation für Europa einfach Pflicht. Für einen so großen Club wie Werder Bremen eigentlich auch. Aber daran glaubt in Bremen schon lange keiner mehr – und das ist nicht nur schade, sondern auch das große Problem.

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