+
Der Kolumnisten-Kreis der DeichStube: Klaus Allofs, Rolf Fuhrmann, Sebastian Prödl, Thomas Schaaf und Nils Petersen schreiben über den SV Werder Bremen.

Kult-Reporter Rolf „Rollo“ Fuhrmann schreibt für die DeichStube

„Auf dem Freimarkt läuft‘s rund – Am Osterdeich stockt’s“

Von Rolf „Rollo“ Fuhrmann. Hallo hallo! Es ist ja längst nicht alles schlecht, was Werder Bremen macht. Im Gegenteil. Bedenkt man, dass immens wichtige Spieler wie Niclas Füllkrug, Yuaya Osako, Niklas Moisander, Ömer Toprak und Ludwig Augustinsson, um nur einige zu nennen, fehlen, so ist das geradezu unglaublich, dass man in Frankfurt und Dortmund unentschieden gespielt hat.

Das zeigt zumindest, dass der Werder-Kader durchaus die nötige Breite hat, um das Ziel Europa zu erreichen. Voraussetzung dafür ist aber, dass man von weiteren Ausfällen verschont bleibt und einige bald zurückkommen. Da Füllkrug noch sehr lange ausfällt, ist die sportliche Führung in der Winterpause gefragt. Eine torgefährliche Offensivkraft täte der Mannschaft sicherlich gut.

Werder Bremen sollte im Winter einen Angreifer verpflichten

Womit wir bei einem der Probleme wären. Gegen Hertha BSC wurde deutlich, dass Werder Bremen zwar zahlreiche Chancen kreierte, aber nur einmal erfolgreich war, und das auch nur mit dem abgefälschten Schuss von Josh Sargent. Milot Rashica ist zwar enorm schnell und fleißig, aber oftmals nicht effektiv genug. Ein Knipser ist er nicht, und das ist auch eigentlich nicht seine vorrangige Aufgabe. Maxi Eggestein hat im Vorjahr eine klasse Saison gespielt, ist aber momentan noch ein Stück weit von seiner Bestform entfernt. Ich vermisse auch seine Tore aus der zweiten Reihe. Dass Osako der bislang beste Torschütze (drei Treffer) ist, spricht Bände. Nun gut. Es würde ja erstmal schon reichen, wenn die Chancen, die man sich erspielt, besser genutzt werden.

Werders zweite Problemzone: Die Abwehr

Problemzone zwei ist die Abwehr. Ich verstehe nicht, wie ein so routinierter Spieler wie Theo Gebre Selassie sich so von Lukebakio beim 1:1 ausspielen lassen kann. Aber okay. Zudem sind in der Abwehr Moisander, Augustinsson und Toprak nicht einfach so zu ersetzen. Dafür macht es die Defensive noch recht gut. Aber recht gut reicht nicht, um nach oben zu kommen. Was bleibt? Noch mehr Konzentration und Spannung, um die Mängel zu minimieren und die Hoffnung, dass zumindest Toprak und Moisander bald wieder spielen können. Die nächsten Bundesligaspiele haben es in sich. Leverkusen, Freiburg und Gladbach – alle aus dem oberen Teil der Tabelle.

Hach wie schön gesagt: „Das Werder Eichhörnchen wird besser, aber nicht gefräßiger“. Das ist eine Schlagzeile von der Deichstube. Sie beschreibt exakt die Situation der Mannschaft. Nun gilt es nur noch, das Eichhörnchen mit Power, Esprit und Konzentration in Defensive und Offensive zu füttern. Dann läuft’s nicht nur auf dem Bremer Freimarkt rund. Werder kann ja schon mal beim Besuch am Mittwoch dort gucken, wie es geht.

Kult-Reporter Rolf „Rollo“ Fuhrmann.

Zur Person: Rolf „Rollo“ Fuhrmann (70) hat 25 Jahre lang für Sky (früher Premiere) über die Bundesliga berichtet. Seit Mai 2017 ist der Kult-Reporter Rentner – aber nur in Teilzeit: Für die DeichStube schreibt Fuhrmann nun regelmäßig über Werder und das aktuelle Bundesliga-Geschehen.

Mehr News zu Werder Bremen

Weltweit auf Platz 91: So viel Geld für Transfers hat Werder Bremen in den letzten zehn Jahren ausgegeben. Gut, aber da geht noch mehr - Leonardo Bittencourt hat bei Werder Bremen noch Luft nach oben.

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Kommentare