Die DeichBlick-Kolumnisten von links nach rechts: Torsten Frings, Rolf Fuhrmann, Jurica Vranjes, Sebastian Prödl, Nils Petersen und Felix Kroos schreiben für die DeichStube über Werder Bremen.
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Die DeichBlick-Kolumnisten von links nach rechts: Torsten Frings, Rolf Fuhrmann, Jurica Vranjes, Sebastian Prödl, Nils Petersen und Felix Kroos schreiben für die DeichStube über Werder Bremen.

Rolf Fuhrmann schreibt für die DeichStube

Rolf Fuhrmann: „2G für die Mannschaft – Werder, das wäre es doch!“

Von Rollo Fuhrmann. Konsequenz im Weserstadion: Nur noch Zuschauer und Fans mit 2G-Nachweis dürfen rein. Hach, das würde ich mir für die Mannschaft wünschen. Markus Anfang impft den Spielern Kampfgeist, Leidenschaft, unbedingten Willen ein – und am Ende stellen wir fest: Werder Bremen ist genesen.

Aber mal Butter bei die Fische: Ich bin ratlos, wenn ich die Spiele des SV Werder Bremen sehe. Mal denke ich: Wow, das sieht nach Fußball aus und verspricht Besserung. Dann wieder, wie zuletzt in der ersten Halbzeit gegen den HSV und in Dresden, packt mich erst der Zweifel, danach die Skepsis – und schließlich das Entsetzen: Wie bitte schön, kann man als favorisiertes Team mit Ambitionen so dermaßen desolat auftreten?

Mutlos, saftlos, kraftlos, wehrlos! Gut, ich würde niemals den Fernseher aus dem Fenster werfen oder ins Sofa beißen. Aber ich war drauf und dran, den Fußball Fußball sein zu lassen und raus ins Café zu stürmen, um mir mit Kaffee und Kuchen wenigstens etwas Genuss zu verschaffen. Ich habe es nicht getan und bis zum bitteren Ende das Schauspiel von Werder Bremen in Dresden verfolgt. Tobias Escher hat es treffend analysiert: Sowohl der HSV als auch Dresden hatten einen perfekten Plan, Werders Taktik zu durchschauen und auszuhebeln. Markus Anfang und die Mannschaft hatten keine Antworten. Dass ich nicht schlauer bin und auch nicht sofort reagieren könnte, ist ja schon berufsbedingt gegeben: Ich bin ja kein Trainer und kenne das Innenleben des Teams nicht. Aber von den handelnden Personen, die das professionell zu machen glauben, darf ich erwarten, dass es Pläne gibt, auf dem Platz den Gegebenheiten entsprechend zu reagieren.

Rollo Fuhrmann hofft, dass Werder Bremen Gegner Heidenheim überrascht, statt sich überraschen zu lassen

Es bleibt die Hoffnung auf Lernfähigkeit. Aber jetzt kommt Heidenheim nach Bremen! Der Tabellendritte ist nicht nur keine Laufkundschaft und spielerisch stark. Der FCH hat auch einen exzellenten Trainer, der sehr viel Erfahrung mitbringt und seit Jahren äußerst erfolgreich beim Zweitligisten arbeitet. Ich bin mir sicher, dass er genau analysiert hat, wie man im Weserstadion auftreten muss. Ich hoffe aber sehr, dass Werder-Coach Markus Anfang sich und die Mannschaft entsprechend vorbereitet – und den Gegner überrascht, statt sich überraschen zu lassen.

Denn auch, wenn das Selbstbewusstsein angekratzt sein sollte und es spielerisch nicht ganz so läuft wie gewünscht, erwarte ich, dass die Spieler sich zerreißen, kämpfen und Siegeswillen demonstrieren. Zudem dürften die Ultras wieder da sein. Osterdeich at its best! Jungs, zeigt allen, dass ihr da seid, und die Power der Fans wird euch sicher sein. 2G im Stadion und auf dem Rasen eine mit Leidenschaft geimpfte und anschließend genesene Werder-Elf – dafür verzichte ich dann auch wieder auf Kaffee und Kuchen. Geht ja auch noch danach – und schmeckt mit einem Sieg des SV Werder Bremen sogar noch besser.

(Auch interessant: In unserem TV-Guide erfahrt ihr, wie ihr das Zweitligaspiel zwischen Werder Bremen und dem FC Heidenheim live im TV und Livestream sehen könnt.)

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