Die DeichBlick-Kolumnisten von links nach rechts: Klaus Allofs, Rolf Fuhrmann, Sebastian Prödl, Jurica Vranjes und Nils Petersen schreiben für die DeichStube über Werder Bremen.
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Die DeichBlick-Kolumnisten von links nach rechts: Klaus Allofs, Rolf Fuhrmann, Sebastian Prödl, Jurica Vranjes und Nils Petersen schreiben für die DeichStube über Werder Bremen.

DeichBlick-Kolumne:

Kult-Reporter Rollo Fuhrmann: Werder, was ist denn eigentlich der Plan?

Hallo, hallo! Englische Wochen und Müdigkeit als Argumente für Niederlagen? Nein, Florian Kohfeldt und Maxi Eggestein! Das darf kein Argument sein! Weder für Werder Bremen in der vergangenen Woche noch wird es für die Dortmunder eins sein in dieser.

So richtig überzeugend hat Werder Bremen nur sehr selten gespielt. Oft waren es nur Zittersiege und oft habe ich gerätselt, was denn nun der Auftrag der Mannschaft sei. Ich möchte Taktikexperte Tobias Escher aus seinem Artikel im „Spiegel“ zitieren: „Die Mannschaft hat sich in den vergangenen Wochen nicht weiterentwickelt. Trainer Florian Kohfeldt sucht weiter nach seiner besten Elf – und verzettelt sich dabei immer öfter.“ Oder anders ausgedrückt: Was ist eigentlich der Plan? Wie will man verhindern, dass man wieder in die gefährliche Zone rutscht?

In Dortmund, auch wenn das ein Gegner ist, gegen den man oft gut ausgesehen hat, kann man auch nicht unbedingt mit Punkten rechnen. Sieht man sich das Restprogramm an, frage ich mich, wo denn sicher ein oder zwei Siege eingefahren werden können. Mainz oder Augsburg? Das wäre eine mehr als riskante Hoffnung. Nein, Werder steckt trotz des Vier-Punkte-Vorsprungs wieder mal im Abstiegskampf. Es gilt, unbedingt noch mindestens fünf Punkte einzufahren. Meinetwegen auch schmutzig. Es nervt einfach nur, am Ende der Spielzeit stets um den Klassenerhalt bangen zu müssen. Die großen Zeiten sind so weit weg wie der Fußball von seinem Ursprung und den Fans. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie sie waren, die Feste im Stadion, am Osterdeich und im Viertel.

Rollo Fuhrmann über Werder Bremen: „Es bleibt nichts anderes übrig, als die Daumen zu drücken“

Nun gut. Im Augenblick bleibt uns nichts anderes übrig, als die Daumen zu drücken und zu hoffen, dass die Mannschaft trotz aller Widrigkeiten irgendwie die Kurve kriegt. Wobei der Ausfall von Ömer Toprak schon extrem schmerzt.
Die Frage gegen Dortmund wird sein, wie die Bremer gegen die schnelle und robuste Offensive – vor allem Erling Haaland – agieren wollen. Das Selbstbewusstsein der Borussen dürfte nach den Auftritten gegen Manchester City und in Stuttgart wohl kaum angeknackst sein. Zudem hat der BVB das Erreichen der Champions League Plätze noch nicht aufgegeben.

Hoffnung macht vielleicht, dass auch die Dortmunder durchaus anfällig in der Abwehr sind. Emre Can fiel zuletzt als Unglücksrabe auf – und auch die Torwartproblematik ist längst nicht ausgestanden. Okay, ich bin ja so etwas wie ein leicht skeptischer Daueroptimist. Was bleibt uns auch anderes übrig, als uns immer wieder einzureden, dass man auch beim BVB punkten kann. Müdigkeit kann diesmal definitiv kein Argument sein. (rof) Auch interessant: Die Aufstellung des SV Werder Bremen: Steht Yuya Osako in der Startelf?

 Werder Bremen gegen Borussia Dortmund – das BVB-Spiel gibt‘s hier im Live-Ticker der DeichStube!

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