Die DeichBlick-Kolumnisten (v. l. n. r.): Torsten Frings, Sebastian Prödl, Jurica Vranjes, Rollo Fuhrmann, Nils Petersen und Felix Kroos schreiben über den SV Werder Bremen.
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Die DeichBlick-Kolumnisten (v. l. n. r.): Torsten Frings, Sebastian Prödl, Jurica Vranjes, Rollo Fuhrmann, Nils Petersen und Felix Kroos schreiben über den SV Werder Bremen.

Sebastian Prödl schreibt in seiner DeichBlick-Kolumne

Sebastian Prödl: „Geduld mit jungen Spielern!“

Von Sebastian Prödl. Kommt Werder nach dem Anfang-Knall zur Ruhe? Vielleicht hat der Abgang dem Team ja auch ein wenig in die Karten gespielt und vom sportlichen Druck abgelenkt. Sei es drum. Kein Mensch ist fehlerfrei, aber die Trennung war unausweichlich, schließlich geht es bei dem Thema auch um eine mögliche Gefährdung, was sich mit den Werten des Vereins keinesfalls vereinbaren lässt.

Jetzt soll Ole Werner Werder wieder dorthin bringen, wo der Club hingehört. Ich hatte den neuen Trainer bisher nicht so auf dem Radar und daher ist es für mich schwierig, seine Qualitäten objektiv zu beurteilen. Ole Werner hat jedenfalls den Drang, Bundesligatrainer zu werden und das am besten mit Werder. Aber wenn man ehrlich ist, klaffen Wunsch und Realität noch weit auseinander. Aktuell befindet sich Werner mit Werder im Niemandsland der Tabelle, mit der Hoffnung, dass das Pendel in die richtige Richtung ausschlagen könnte. Mir fehlt da noch der Glaube an den Drive, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Denn schon am Freitag wartet mit dem Tabellendritten Jahn Regensburg ein echter Prüfstein, der aufzeigen wird, wohin die Reise des SV Werder Bremen gehen wird.

Sebastian Prödl: „Werder Bremen darf nicht vergessen - mit jungen Spielern muss man Geduld haben“

Wenn man sich den Werder-Kader anschaut, tauchen immer wieder Namen auf, die noch längst nicht alle auf dem Zettel haben. Nicht ganz freiwillig, sondern gezwungenermaßen setzt Werder Bremen auf Eigenbauspieler, was sicherlich auch der wirtschaftlichen Situation geschuldet ist. Die Jungprofis haben jetzt eine Riesenchance, sich in der Liga einen Namen zu machen – und Werder schafft damit Werte, kann sich als Ausbildungsclub positionieren. Nicht ohne Grund heißt es: In schwierigen Zeiten werden Helden geboren.

Ich bin selbst mit 21 Jahren aus Österreich in die deutsche Bundesliga gewechselt und wurde nach Verletzungen von Naldo oder Mertesacker 2008 sofort ins kalte Wasser geworfen und musste schwimmen lernen. Ähnlich verhält es sich mit meinem Landsmann Romano Schmid: Super, dass ihm gegen Aue nun endlich das erste Tor im Werder-Trikot gelungen ist – und was für eines! Gerne mehr davon! Was Werder Bremen dabei aber auf keinen Fall vergessen darf: Mit jungen Spielern muss man Geduld haben. Sie werden Fehler machen und dann benötigen sie die Rückendeckung des Trainerstabs und der Mitspieler. Ich bin gespannt, wie Werner diese Aufgabe anpackt.

(Schon gelesen? So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen Jahn Regensburg aussehen!) 

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