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Werder-Fanbeauftragte Julia Düvelsdorf hat fünf Jahre in Berlin gelebt.

Spiele in der Hauptstadt sind bei Werder-Fans besonders beliebt

Berlin und Bremen – „eine magische Verbindung“

Bremen - Dass Werder-Fans ziemlich reiselustig sind, ist bekannt. Sie gehören in der Bundesliga zur Top-Fünf der Auswärtsfahrer, besonders viele sind vor allem in Berlin dabei.

„Eine Zeit lang war das gefühlt ein Heimspiel“, sagt Werders Fanbeauftragte Julia Düvelsdorf. Doch die Hertha ist durch die sportlichen Erfolge in der Beliebtheitsskala der wahrlich nicht einfachen Berliner enorm gestiegen, lockt wieder mehr Zuschauer ins riesige Olympiastadion. Trotzdem werden die 6.000 bis 8.000 Werder-Fans am Sonntag nicht zu übersehen und zu überhören sein. Aber woher kommt diese große Bremer Lust auf Berlin?

Flair wie im Bremer Viertel auch in Berlin

„Das ist eine magische Verbindung“, sagt Düvelsdorf und lacht. Sie weiß, dass das vielleicht etwas übertrieben klingt. Aber die gebürtige Bremerin hat fünf Jahre in Berlin gelebt und findet: „Die Städte sind sich auf eine Art durchaus ähnlich. So ein Flair wie im Bremer Viertel weht auch durch Berlin.“ Vielleicht auch deshalb würden so viele Bremer in die Hauptstadt ziehen und dann ins Olympiastadion gehen, wenn Werder kommt. Oder sie gründen gleich einen Fanclub. Zwölf davon gibt es direkt in Berlin, 13 in der Umgebung.

Schuld daran könnte auch Willi Lemke sein. Werders Ex-Manager hat in der Wendezeit eine Werbekampagne für seinen Verein im Osten gestartet. „Einmal Werder-Fan, immer Werder-Fan – und oftmals wird das auch noch vererbt. Wir sind ja auch ein geiler Club“, betont Düvelsdorf, die am Sonntag natürlich auch nach Berlin reist. Wie viele andere Werder-Fans. „Berlin zieht einfach ganz besonders“, so Düvelsdorf: „Es ist nicht weit, nur knapp 400 Kilometer. Es gibt immer Karten, weil das Stadion so groß ist. Und Berlin ist immer eine Reise wert. Viele machen gleich einen Wochenend-Trip daraus.“

Am Berliner Olympiastadion wird viel gefeiert

München sei bei den Bremern mal ähnlich beliebt gewesen, obwohl die Reise wesentlich länger dauert. „Inzwischen sind es aber weniger geworden, weil das Gefühl vorherrscht, dass dort nicht mehr viel zu holen ist“, erzählt die Fan-Betreuerin. In Berlin lief es für Werder dagegen meistens ganz gut. Zuletzt gab es drei Spiele ohne Niederlage, vor neun Monaten sogar einen 1:0-Sieg. Da schlägt das grün-weiße Herz natürlich höher.

Und es gibt noch eine Besonderheit in Berlin: Vor dem Spiel wird am Olympiastadion gefeiert. „Da ist so viel Platz, das ist unglaublich“, sagt Düvelsdorf. Auch in den Biergärten in der direkten Nachbarschaft sei viel los. „Da herrscht zum Teil auch ein richtig tolle grün-weiße Atmosphäre.“

Werder erwartet 6.000 bis 8.000 eigene Fans am Sonntag im Berliner Olympiastadion.

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