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Claudio Pizarro, großer Fan der Seattle Seahawks, setzt in diesem Jahr auf die LA Rams als Super-Bowl-Champions.

Werder-Stürmer bleibt für American Football nachts wach

NFL-Fan Pizarro tippt auf die Rams: „Die gewinnen jetzt alles“

Bremen – Sonntag ist Nachtschicht angesagt für Claudio Pizarro. Nicht auf dem Platz, nicht im Fitnessstudio, sondern vor dem Fernseher. In der NFL, der National Football League der USA, stehen die Conference Championships – die Halbfinals auf dem Weg zum Super Bowl – an. Und Pizarro lässt sich das ganz sicher nicht entgehen.

„Natürlich gucke ich das. Wir haben den nächsten Tag ja hoffentlich frei“, sagt der 40-Jährige im Gespräch mit der DeichStube. Seit einem USA-Trip mit dem FC Chelsea vor zwölf Jahren ist er ein glühender Fan der Seattle Seahawks und damit auch des American Football. Wenn also am Sonntag die Kansas City Chiefs auf die New England Patriots und die Los Angeles Rams auf die New Orleans Saints treffen, lümmelt sich Pizarro auf sein Sofa und schaut zu – vielleicht sogar im Trikot der Seahawks.

Pizarro tippt auf LA Rams vs. New England Patriots im Super Bowl

Pizarro ist, man glaubt es kaum bei einer Fußball-Legende wie ihm, voll infiziert mit dem Football-Virus. Er kennt sich aus in der NFL und tippt auf Los Angeles nicht nur als Halbfinal-, sondern in der Nacht vom 3. auf den 4. Februar auch als Super-Bowl-Sieger: „Ich glaube, die Rams gewinnen jetzt alles. Die haben eine sehr geschlossene Gruppe und sind richtig gut drauf.“ Gegner im Finale werden die Patriots sein – prophezeit jedenfalls Bundesliga-Ikone Pizarro: „Eigentlich sind im Halbfinale ja die Kansas City Chiefs mein Favorit. Aber die Patriots haben in Bill Belichick und Tom Brady einen Trainer und einen Spieler mit einer unglaublichen Super-Bowl-Erfahrung. Das macht in solchen Spielen enorm viel aus.“

Logisch, dass er, der 40-Jährige, das sagt. Dass ihn Brady, der 41-Jährige Quarterback der Patriots, beeindruckt, ist ja fast schon logisch. Brady ist ob seines Alters schließlich so etwas wie der Pizarro des American Football. „Ja, könnte man so sagen“, sagt der Soccer-Torjäger und lacht herzhaft.

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Auch mit 41 Jahren nicht kaputtzukriegen: Tom Brady ist quasi der Claudio Pizarro der NFL.

Wenn Pizarro am Saisonende seine Karriere beenden sollte, kann er Brady, den fünffachen NFL-Champion und achtfachen Super-Bowl-Teilnehmer, vielleicht nochmal in einem Super Bowl sehen. Bisher hat der Bremer noch nie die Chance gehabt, bei einem Football-Spiel in den USA live dabei zu sein. Er musste ja immer trainieren und spielen. Nur bei den „London Games“ der NFL war er zweimal dabei – gerade im Herbst hat Pizarro dort die Seahawks gesehen. Für ihn ein großer Tag. Aber ein Super Bowl oder wenigstens ein Halbfinale waren noch nicht dabei. „Aber das hole ich bestimmt nach, wenn die Karriere vorbei ist.“

Wunschtraum: Ein Finale mit den Seahawks. Dass ausgerechnet ihnen Pizarros Liebe zufliegt, liegt an dem USA-Trip mit Chelsea im Jahr 2007. Damals trainierten die Londoner auf dem Gelände der Seahawks und wurden von den Gastgebern mit individualisierten Football-Trikots beschenkt. Und um Pizarro war es sofort geschehen. „Das alte Trikot habe ich immer noch. Und ein neues von Quarterback Russell Wilson.“ Einen Helm hat er auch. „Aber den setzte ich nie auf“, meint Pizarro. Wäre ja auch nur nötig, wenn er selber spielen würde. Doch das kommt nicht infrage. Er bleibt beim Fußball. Denn da gibt’s deutlich weniger beleibte, furchteinflößende Verteidiger – „und weniger Haue“, lacht Pizarro.

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