Fan-Club Werder Eck Lohne

Ort

Lohne

Mitglieder

ca. 640

Gegründet

Juli 1993

Treffpunkt

Gaststätte "Rechts ran" Lohne

Bierverbrauch

4-5 Bierverbrauch

1. Vorsitzender

Peter Müller-Maybaum

Homepage

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In den letzten 23 Jahren hat der Verein durch seine Mitgliedsbeiträge Spenden an die Jugendfußball-Abteilungen in seiner Region in einer Gesamthöhe von über 600.000 Euro ausgeschüttet. 

Der Vizepräsident des DFB, Eugen Gehlenborg, hat das Werder Eck als "Förder-Leuchtturm" des deutschen Fußball bezeichnet. Die DeichStube sprach mit Vereinspräsident Peter Müller-Maibaum.

Herr Müller-Maibaum, was macht ihren Fan-Club zu einem ausgezeichneten Förderverein?

Für das Werder Eck war es immer wichtig, die Jugend zu unterstützen und somit die Kinder von den Straßen zu holen und den Gemeinsinn zu stärken. Der Kerngedanke ist die Unterstützung der Jugendvereine in der Region. Wir haben zum einen die Mitgliedsbeiträge und zum anderen Sponsoren, die wir ansprechen können, die uns dann dabei helfen, andere zu unterstützen. Der Verein hilft aber nicht nur mit Geldspenden, sondern auch mit Sachspenden in Form von Trikots, Fußbällen, Fußballtoren und vielem mehr.

Hut ab!

Über 600.000 Euro haben wir seit der Vereinsgründung 1993 schon gespendet. Beim 20-jährigen Jubiläum wurde das Werder Eck vom Ehrenpräsidenten Klaus-Dieter Fischer mit der Ehrenmitgliedschaft des SV Werder Bremen ausgezeichnet.

Warum ist ihnen der Fan-Club so wichtig?

Es gibt viel Not und viel Leid auf der ganzen Welt. Man muss aber gar nicht so weit in die Welt schauen. Es reicht schon, wenn man vor der eigenen Haustür schaut. Auch dort sieht man viel Elend. Alleine können wir die Welt nicht retten, aber es gibt so viele gemeinnützige Institutionen wie uns, die jeden Tag versuchen, die Welt ein bisschen besser zu machen. Hier in Bremen wird zum Beispiel immer wieder sehr viel für Werder gemacht, für die meisten Vereine das Aushängeschild. Unsere Mittel landen ausschließlich in den Jugendabteilungen, darauf achten wir. Wir wollen den Jugendlichen vermitteln, dass zu kiffen oder den ganzen Tag vor dem Fernseher oder vor dem Computer zu hängen nicht so viel Spaß macht, wie auf den Fußballplatz zu gehen.

Inwieweit unterstützt Sie eigentlich der Verein Werder Bremen und bedankt man sich bei Ihnen für die viele Arbeit als Werder-Fanclub?

Wir bekommen natürlich keinen Scheck von Werder überreicht, aber man unterstützt uns und bedankt sich schon, indem zu unseren Veranstaltungen mal ein Spieler geschickt wird und sogar mal zwei Stunden bleibt, sich mit uns unterhält und Autogramme schreibt.

Sie stecken viel Zeit in Ihr Hobby. Wann merken Sie, dass sich all die Mühe lohnt?

Das merkt man immer in dem Moment, in dem man die strahlenden Gesichter der Kinder sieht, aber auch der Eltern. Wir hoffen einfach, dass wir eine gute Sache und damit Menschen glücklich machen.

Wann war Ihrer Meinung nach der Moment, an dem sich der Fußball in der deutschen Gesellschaft etabliert hat?

Ich denke den ersten großen Schub gab es 1954 mit der Weltmeisterschaft und dem Wunder von Bern. Historiker sagen sogar, dass das der Knackpunkt war, wo das deutsche Volk wieder sein Selbstwertgefühl erlangt hat. Wir waren plötzlich wieder wer. Und so hat sich der Fußball immer weiter entwickelt. 1963 gründete sich dann die Bundesliga und es gab wieder einen Schub.

Werder-Eck Lohne e.V.

Sie sind fast Ihr Leben lang mit dem Fußball verbunden. Wie hat sich der Fußball in den letzten Jahrzehnten neben dem Rasen verändert?

Der Fußball hat sich in beide Richtungen verändert. Es gibt sehr disziplinierte Fans, Fans so wie wir sie uns wünschen, die zum Fußball gehen, ihre 2-3 Bierchen trinken und Spaß haben. Es gibt aber leider auch ein paar Rabauken, die sind aber nur ein geringer Teil, die sich betrinken, sich schlagen und sich nicht zu benehmen wissen. Ich finde diese Art von Fans sind nicht mehr geworden, aber sie sind brutaler geworden, sie sind gewaltbereiter. Wir haben uns früher auch mal gerauft, da gab es auch mal ein blaues Auge, das war aber die Grenze. Heute liegt jemand am Boden und es wird immer noch draufgetreten. Diese Leute feuern auch im Stadion unkontrolliert Pyrotechnik ab und bringen andere damit in Lebensgefahr. Das finde ich schlimm.

Kann man eigentlich Fan von mehreren Vereinen sein?

Nein, nicht wirklich.