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Auch Werder-Fans wollen sich am Dienstag an einem Stimmungsboykott beteiligen.

Werder Bremen gegen Hertha BSC betroffen

Fans protestieren mit Stimmungsboykott in Englischer Woche

Berlin - Der Zusammenschluss der Fußball-Fanszenen in Deutschland hat für die kommende Englische Woche einen „bundesweiten Aktionsspieltag“ angekündigt. Auch Werder-Ultras beteiligen sich.

Das Bündnis rief für die Partien am kommenden Dienstag und Mittwoch in der Bundesliga, der Zweiten Bundesliga und der Dritten Liga zu einem Stimmungsboykott in den ersten 20 Minuten auf. „Stattdessen werden wir unseren Protest in die Stadien tragen und zeigen, dass die große Masse an Fans nicht damit einverstanden ist, was einige wenige Funktionäre mit unserem geliebten Fußball veranstalten“, hieß es in einem Statement am Donnerstagabend.

Zentrale Forderung ist nach eigener Aussage, „dass der Fußball wieder die Interessen der Fans in den Mittelpunkt rückt und nicht die Interessen von Investoren oder Stakeholdern“. Werder Bremen wird von dem Stimmungsboykott am Dienstag beim Heimspiel gegen Hertha BSC betroffen sein. Die Ultra-Gruppierung „Wanderers Bremen“ hat den Aufruf der Fanszenen Deutschland veröffentlicht und beteiligt sich an der Aktion.

Fan-Dialog mit DFB und DFL aufgekündigt

Schon bei den Partien der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals im August war es zu Protestaktionen unter dem Motto „DFB, DFL & Co. - Ihr werdet von uns hören!“ gekommen. Wenige Tage später gab der Zusammenschluss bekannt, den Dialog mit dem DFB und der Deutschen Fußball Liga (DFL) aufzukündigen. Das Fanbündnis hatte den Schritt damals damit begründet, „dass der Fußballsport noch weiter seiner sozialen und kulturellen Wurzeln beraubt werden soll, um ihn auf dem Altar der Profitgier von den Verbänden auszunehmen“.

Als Beispiele waren die Einführung von Montagsspielen in der Dritten Liga, der aus Sicht der Fans weiterhin willkürliche Strafenkatalog des DFB, mangelnde Transparenz bei der Aufarbeitung der WM-Affäre 2006 sowie die „vermeintliche Neuregelung der Regionalligen“ genannt worden.

(dpa/han)

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