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Werder-Fans protestierten im Weserstadion gegen Rechts.

Vor Werder-Spiel gegen 1. FC Nürnberg

Ordner stoppen Fans mit Anti-Nazi-Shirts

Bremen - Das Spiel gegen den 1. FC Nürnberg wurde von Werder-Fan-Gruppen auch zu einem Spiel gegen rechte Tendenzen im Land gemacht. Die Ultra-Gruppierung Caillera hatte zu Protesten mittels Plakaten im Stadion aufgerufen.

Viele Fans aus der Ostkurve folgten dem. Nicht mit jeder Botschaft musste man dabei einverstanden sein, verstörend wirkte auf manche Fans allerdings auch das angebliche Verhalten einiger Ordner beim Einlass zur Ostkurve.

Fans, die T-Shirts mit Anti-Nazi-Botschaften trugen, sollen nach Fan-Darstellung von Mitarbeitern der Stadion-Security aufgefordert worden sein, die Shirts auf links zu ziehen. Teilweise soll sogar der Zugang zum Stadion verwehrt worden sein. Begründung: Die Verbreitung von politischen Botschaften sei im Stadion nicht erlaubt. Nach der Beschwerde eines Fans via Twitter reagierte der SV Werder mit einer klaren Antwort. „Wir nehmen diesen Hinweis sehr ernst. So geht es nicht“, schrieb der Club, der nun das Gespräch mit dem betreffenden Unternehmen suchen will.

Letztlich ist wohl kein Fan wirklich abgewiesen worden, der Einlass erfolgte zum Teil aber erst nach Protesten der Betroffenen. Kurios an der Geschichte ist es, dass Werder die Aktion „Nazis raus aus den Stadien“ sowie den Verkauf von Shirts mit der entsprechenden Botschaft unterstützt. Auf der Werder-Homepage findet sich sogar ein Foto aus dem Frühjahr, auf dem Jerome Gondorf, mittlerweile zum SC Freiburg gewechselter Profi, solch ein Shirt präsentiert.

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