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Werder-Sportchef Frank Baumann spricht sich gegen Pyros aus, so lange sie verboten sind.

Werder-Sportchef

Pyro: Baumann offen für neue Ideen

Bremen - Es ist in diesen Tagen wieder einmal das große Thema in Fußball-Deutschland: Pyrotechnik in den Stadien, ja oder nein?

Während der Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel bei 1899 Hoffenheim hat sich auch Werders Sportchef Frank Baumann zu der Debatte geäußert. „Grundsätzlich ist es so, dass Pyros verboten sind, und so lange das so ist, sprechen wir uns auch dagegen aus“, betonte der 41-Jährige. Neuen Ideen müsse man sich aber trotzdem widmen.

Nouri gegen Pyrotechnik

Eine dieser neuen Ideen hatte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius am Mittwoch in der „Sport Bild“ ins Gespräch gebracht. Der Politiker schlug vor, Pyrotechnik zumindest in bestimmten Bereichen des Stadions zuzulassen. „Wenn einige Ultra-Gruppen ganz viel Wert darauf legen, Pyrotechnik zu zünden, kann man sich darüber unterhalten, dafür bestimmte Bereiche im Stadion zu schaffen.“ Auch bei Werder haben sie von dieser Anregung gehört. Frank Baumann sagte: „Die Frage ist, was technisch möglich ist und ob die neue Regelung ungefährlich ist.“

Werders Trainer Alexander Nouri vertritt beim Thema Pyro hingegen eine strikte Haltung. „Ich finde, dass es grundsätzlich nichts im Stadion zu suchen hat“, sagte der 37-Jährige gegenüber Radio Bremen. Die Feuerwerkskörper seien einfach zu gefährlich. „Ich sehe das eher kritisch, weil auch ich in Ruhe mit meinen Kindern das Stadion besuchen möchte. Wenn etwas anfängt zu brennen, dann möchte ich mit meinen Kindern nicht daneben sitzen.“ 

In Bremen dürfte sich am Verbot in naher Zukunft auch nichts ändern. Innensenator Ulrich Mäurer erteilte möglichen Gedankenspielen eine klare Absage. „Mit mir wird es keine legale Pyrotechnik im Weserstadion geben“, sagte er bei Radio Bremen. Auch Werders Präsident Hubertus Hess-Grunewald sieht das Thema mehr als skeptisch. Einen Bereich zum Zünden der Fackeln abzugrenzen sei nur schwer realisierbar. Schließlich benötige der Verein jeden freien Platz für Zuschauer.

Plötzlich wieder aktuell wurde das Thema Pyro nach dem DFB-Pokalspiel zwischen Hansa Rostock und Hertha BSC, das wegen Fankrawallen unterbrochen werden musste. Nach dem Spiel hat DFB-Präsident Reinhard Grindel überraschenderweise einen Schritt auf die Ultra-Bewegung zugemacht und angekündigt, Kollektivstrafen für Fußball-Fans zumindest vorübergehend aussetzen zu lassen. „Bis auf Weiteres“ wolle man „keine Sanktionen wie die Verhängung von Blocksperren, Teilausschlüssen oder Geisterspielen mehr“, sagte Grindel in einer Erklärung des Verbandes.

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