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Bei der Choreo vor dem Werder-Spiel gegen Gladbach und während der folgenden 90 Minuten fehlten die Fahnen in der Ostkurve.

Ultras fühlen sich schikaniert

Fahnen-Boykott, weil die Polizei Verdächtige sucht

Bremen - Die Choreografie in der Ostkurve vor dem Gladbach-Spiel war ein echter Hingucker, aber wo bitteschön hatten die Ultras des SV Werder ihre Fahnen versteckt?

Die fehlten vor und während des Spiels. Zwischendurch gab es auch einen kurzen Aussetzer beim Support für die Mannschaft. Das lag ganz offensichtlich am besonderen Auftreten der Polizei an diesem Spieltag. Nach Informationen der DeichStube wollten die Fans mit dem Fahnen-Boykott ihren Unmut darüber kundtun.

„Im Stadionumfeld und im Stadion selbst hielt die Polizei Bremen gezielt Ausschau nach Tatverdächtigen, die in den letzten Wochen durch Straftaten im Fußballumfeld wie beispielsweise Landfriedensbruch und Beleidigung in Erscheinung getreten sind. Hierdurch konnten insgesamt vier Tatverdächtige identifiziert werden“, heißt es im Polizeibericht zum Bundesliga-Heimspiel.

Normalerweise ist die Polizei am und im Stadion – speziell im Bereich der Ostkurve – nicht sichtbar vertreten. Das soll deeskalierend wirken und hat sich in der Vergangenheit durchaus bewährt. Doch das Verhältnis zwischen Polizei und Ultras ist wieder wesentlich angespannter geworden. Ursächlich dafür soll ein Vorfall nach dem Pokalspiel in Lübeck sein. Dort kam es offenbar zu Streitigkeiten auf dem Bahnhof, dabei sollen Polizeibeamte beleidigt und auch tätlich angegriffen worden sein.

Darüber hinaus geht es offenbar auch um ein Banner, das vor einigen Wochen in der Ostkurve mit der Aufschrift „Mäurer du Arschloch“ gezeigt wurde. Es ist nicht das erste Mal, dass der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer öffentlich so angefeindet wurde. Nun sollten wohl die Verantwortlichen ausfindig gemacht werden. Dadurch fühlten sich die Ultras schikaniert und reagierten mit ihrem Fahnen-Boykott. Zwischendurch stellten sie auch kurz die Anfeuerung der Mannschaft ein, weil sie durch die Präsenz der Polizei nahe der Ostkurve ein Eindringen in den Block befürchteten.

Hooligans schüchtern Ultras ein

Auch gegen Gladbach gab es übrigens ein nicht genehmigtes Plakat mit der Aufschrift „Bullen in die Kurve, damit die Kurve bebt“. Es ist eine Anspielung auf die Vorfälle in Dortmund, als die Polizei im Gästeblock gegen massiv zündelnde Hertha-Fans vorging.

Die Polizei suchte am Samstag im Weserstadion aber auch noch nach anderen Verdächtigen. Dabei ging es um einen Vorfall am Tag zuvor im Bereich des Ostkurvensaals. Dort bereiteten die Ultras ihre Choreografie vor. Angeblich wurden sie dabei von Mitgliedern der rechten Hooligan-Szene behindert und eingeschüchtert. Die Polizei „geht vom Verdacht eines Landfriedensbruchs aus“, heißt es in einem entsprechenden Bericht und weiter: „In diesem Zusammenhang konnten weitere fünf Tatverdächtige identifiziert werden. Es erfolgten erkennungsdienstliche Maßnahmen. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an.“

Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach 

Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach.
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach. © Gumz
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach.
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach. © Gumz
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach.
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach. © Gumz
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach.
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach. © Gumz
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach.
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach. © Gumz
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach.
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach. © Gumz
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach.
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach. © Gumz
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach.
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach. © Gumz
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach.
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach. © Gumz
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach.
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach. © Gumz
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach.
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach. © Gumz

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