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Heiko Gefken ist Fan von Werder Bremen und ein Bastler. Wahnsinn: Innerhalb eines Jahres baute das Weserstadion aus Holz nach.

Aktion „12. Mann“: Der Gewinner  aus der Garage

Ein echter Hingucker: Werder-Fan hat Weserstadion nachgebaut - aus Holz!

Horstedt/Bremen - Anlässlich des 120-jährigen Vereinsbestehens von Werder Bremen hat die DeichStube im Frühjahr einen Aufruf gestartet und den ganz besonderen „12. Mann“ gesucht. Und die Anhänger der Grün-Weißen haben unter einer Vielzahl an Einsendungen schnell ihren eindeutigen Favoriten auserkoren. Es ist Heiko Gefken (64) mit seinem Miniatur-Holznachbau des Weserstadions.

Es ist der Sommer 2004. Werder Bremen hat gerade nach der Meisterschaft auch den DFB-Pokal gewonnen, als Bank-Kaufmann Heiko Gefken – damals 49 Jahre alt – einen Entschluss fasst. Zu Ehren der Double-Sieger will er das Weserstadion detailgetreu nachbauen – und zwar aus Holz. Und aus der groben Idee wird ganz schnell Realität. Unzählige Arbeitsstunden investiert Gefken in sein ganz besonderes grün-weißes Projekt. 

Seine kleine Werkstatt auf dem riesigen Hof der Familie in der beschaulichen 1.300-Einwohner-Gemeinde Horstedt im Landkreis Rotenburg bietet den perfekten, ruhigen Rückzugsort dafür. Hier kann Gefken, der in Bremen arbeitet, den beruflichen Stress und seine gesundheitlichen Probleme (Gefken erlitt zwei Herzinfarkte) für eine Weile von sich fernhalten.

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Fotostrecke: Weserstadion-Nachbau und eine Garage wie ein Werder-Paradies 

Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz.
Heiko Gefken aus Horstedt (Landkreis Rotenburg) tüftelte über ein Jahr lang an seinem Weserstadion aus Holz. © Soller Fotografie

Werder Bremen wollte nicht auf Angebot von Fan eingehen

Nach Feierabend und an den Wochenenden tüftelt der Hobby-Handwerker, der sich all seine handwerklichen Fertigkeiten im Laufe der Jahre selbst angeeignet hat, teilweise bis in die Morgenstunden an seinem Holzstadion. Über ein Jahr lang geht das so. Dann endlich ist das Werk vollbracht – und all die Stunden feinster Handarbeit und mühevoller Fummelei haben sich gelohnt. So sehr, dass sogar Werder Bremen selbst auf das schmucke Stadion aufmerksam wird.„Werder hat damals angefragt, ob sie das Stadion nicht im „Wuseum“ ausstellen könnten. Aber ich wollte auch eine kleine Gegenleistung dafür haben. Auf meinen Vorschlag, mir im Gegenzug meine Dauerkarte zu erstatten, wollten sie nicht eingehen. Daher bleibt das Stadion jetzt hier in meiner Garage“, sagt Gefken achselzuckend und mit einem breiten Grinsen. Im Frühjahr 2019 sei er auf den Aufruf der DeichStube, die nach dem „12. Mann“ gesucht hat, aufmerksam geworden. „Da dachte ich mir sofort: ‚Das passt doch, da musst du mitmachen!‘“, so Gefken.

Werder Bremen: Weserstadion-Nachbau aus Holz umfasst über 1000 verschiedene Teile

„Mit Sicherheit mehrere tausend verschiedene Bauteile“ umfasse sein Miniatur-Stadion, schätzt der 64-Jährige. Und tatsächlich: Wer das Stadion aus der Nähe betrachtet, merkt sofort, wie viel Liebe zum Detail darin steckt. Ins Auge stechen zunächst – wie auch beim Original – die unverkennbaren Bremer Flutlichtmasten.

Deren Lichtquellen bestehen in Gefkens Nachbau aus mehr als 100 durchsichtigen Hemdknöpfen. Gefken erinnert sich auch 15 Jahre später noch genau an den Kauf dieser Knöpfe: „Bei Karstadt wollte ich die durchsichtigen Knöpfe besorgen. Also fragte ich eine Verkäuferin, ob sie welche hätte. ‚Ja, fünf Stück pro Jacke’, entgegnete sie. ‚Ich brauche aber 100.’ ‚Wie bitte? Wofür zum Teufel brauchen Sie denn so viele?’ ‚Das würden Sie mir sowieso nicht glauben.’“ Gefken lacht.

Die vier Flutlichtmasten zieren über 100 durchsichtige Hemdknöpfe.

Schnell wird er wieder ernst und schildert nach kurzem Grübeln den schwierigsten Teil seines Holzbauwerks: „Das waren die Kurven hinter den Toren.“ Einmal habe er vor lauter Wut auf das Stadion eingeschlagen, weil er einfach nicht mehr weitergekommen war. „Das hat mich um einige Monate zurückgeworfen“, meint Gefken. 

Auf die Frage, was ihn das ganze Projekt gekostet habe, entgegnet der passionierte Sammler: „So um die 1000 Euro, aber das war es mir wert.“ Diese Summe liefert auch einen kleinen Einblick in die Detailversessenheit des Hobby-Konstrukteurs: Egal, ob die kleinen Fähnchen auf dem Stadiondach, die Bandenwerbung abseits des Rasens oder die Eingänge vor den Stadiontoren - alles ist in mühevoller Kleinstarbeit austariert und verziert.

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Gefken ist seit 30 Jahren Werder-Mitglied und seit 40 Jahren Dauerkartenbesitzer

Seit über 30 Jahren ist Gefken schon Mitglied bei Werder Bremen, seit 40 Jahren Dauerkarteninhaber („Block drei, Reihe vier, Platz fünf“). Er hat alle Höhen und Tiefen des Clubs miterlebt. Sein Vater hat ihn einst mit der grün-weißen Leidenschaft infiziert. „Als ich noch klein war, hat er mich zum ersten Mal ins Weserstadion mitgeschleppt. Werder gewann damals mit 2:1 gegen den BVB. Danach war ich angefixt.“ Als Jugendlicher sei er dann des Öfteren mit Freunden und Jungs aus der Nachbarschaft mit einer riesigen Fahne ins Stadion gefahren, erinnert sich der Rentner. Später, während seiner Lehrjahre bei der Sparkasse in Rotenburg, habe er das mit seinen Kollegen so beibehalten. Doch Gefken geht nicht nur gerne ins Stadion und hat ein Holz-Weserstadion angefertigt. Er baut und kreiert auch eigene Vogelhäuser und Lampen, die er gerne als besondere Geburtstagsgeschenke an Freunde oder Verwandte verschenkt. Das komme eigentlich immer sehr gut an. Sowas habe ja schließlich nicht jeder zu Hause stehen. 

Trikots, Holzfiguren, Spielplakate: Ein Blick in die Garage von Heiko Gefken offenbart die große Sammel-Leidenschaft des 64-Jährigen.

Abschließend noch die Frage nach dem persönlichen Highlight in dem echten Weserstadion. Gefken muss nicht lange nachdenken: „Mein schönstes Stadionerlebnis war eindeutig der 6:2-Sieg gegen Spartak Moskau. Das werde ich nie vergessen.“

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Eine andere besondere Miniatur kommt derweil aus England: Der 11-jährige Joe Bryant hat das Weserstadion von Werder Bremen aus Lego gebaut - und Tausenden Fans gefällt das. Die DeichStube hat Joe zum Interview getroffen und erfahren: Das Lego-Weserstadion kommt ins Wuseum von Werder Bremen!

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