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Fans von Werder Bremen wollen am Samstag Stolpersteine in Bremen besuchen und reinigen.

Fan-Aktion

„Ahoi-Crew“ will Stolpersteine reinigen

Bremen - Mit einer ganz besonderen Aktion möchten die Mitglieder des Osnabrücker Werder-Fanclubs „Ahoi-Crew“ am kommenden Samstag sowohl den Opfern des Nationalsozialismus als auch der Geschichte ihres Lieblingsvereins Werder Bremen gedenken. Vor dem Heimspiel gegen Union Berlin (15.30 Uhr) wollen die Fans ausgesuchte Stolpersteine in Bremen besuchen und reinigen.

Mit seinem Projekt „Stolpersteine“ erinnert der Künstler Gunter Demnig seit 1992 an das Schicksal jener Menschen, die dem Nationalsozialismus zum Opfer gefallen sind. Kleine Gedenktafeln aus Messing werden dafür vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der Opfer ins Pflaster eingelassen. Die Stolpersteine sind inzwischen in ganz Deutschland zu finden. Im vergangenen Dezember verlegte Demnig in Memmingen den 75.000. Stein.

Werder Bremen: Fans erinnern an verfolgte Ehrenamtliche

Die „Ahoi-Crew“ hat sich für ihre Aktion zwei Stationen ausgesucht. Gegen 12.30 Uhr treffen sich die Fans an den Steinen von Eduard und Rosa Ries (Parkstraße/Ecke Schwachhauser Heerstraße), den Eltern des ehemaligen Werder-Präsidenten Alfred Ries. Um 13.45 Uhr sollen dann die Steine von Albert und Arthur Rosenthal (Osterdeich 107/Ecke Verdener Straße) besucht und gereinigt werden. Beide Männer waren Werder-Mitglieder und im Vorstand des Vereins aktiv.

„Der 121. Geburtstag des Vereins am 4. Februar und der Jahrestag der Ausschwitz-Befreiung am 27. Januar geben Gelegenheit, sich erneut mit der Geschichte des Vereins zu befassen und an Menschen zu erinnern, die oder deren Angehörige sich früh ehrenamtlich bei Werder engagiert haben - und die aufgrund ihres Glaubens von den Nationalsozialisten verfolgt und umgebracht worden“, schreibt die „Ahoi-Crew“ in einer Mitteilung. (dco)

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