Werder Bremen setzt auch gegen Union Berlin auf den Support der Fans.
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Werder Bremen setzt auch gegen Union Berlin auf den Support der Fans.

„Für Zuschauer wichtig, dass wir uns zerreißen“

Anfeuerung statt Pfiffe: Werder hofft abermals auf den Support der Fans

Bremen – Als der SV Werder Bremen in Köln unterging, passierte im Gästeblock Beachtliches. Anstatt die eigene Mannschaft für ihre schwache Leistung auszupfeifen, gab es uneingeschränkte Unterstützung.

Den Spielern und Verantwortlichen ist das nicht verborgen geblieben, entsprechend viel Lob gab es für dieses Verhalten. Nun, im Heimspiel des SV Werder Bremen am Mittwoch gegen Union Berlin (20.30 Uhr im Live-Ticker der DeichStube), sind wieder mehr als 40.000 Werder-Fans vor Ort. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es in kniffligen Phasen auf einigen Tribünenteilen des Weserstadions durchaus mal unruhig werden kann, wenn die Darbietung auf dem Rasen nicht stimmt. Der Glaube bei den handelnden Personen ist groß, dass die anspornenden Gesänge des übrigen Publikums lauter sein werden. Doch Clemens Fritz, Werders Leiter Profifußball, weiß auch, dass die Impulse von der Mannschaft kommen müssen.

Der SV Werder Bremen setzt auch gegen Union Berlin auf den Support der Fans

„Erst einmal erwarte ich eine gute Atmosphäre, weil das Stadion ausverkauft sein wird“, meint der 42-Jährige. „Wichtig ist aber, dass wir den Anspruch an uns selbst haben, auch abzuliefern. Wir können uns nicht hinstellen und sagen, dass erst einmal die Zuschauer und Fans für eine gute Stimmung sorgen müssen, damit wir Leistung bringen. Es muss genau andersherum sein.“ Und Fritz fordert: „Wir müssen von der ersten Minute an hellwach und voll da sein, denn für unsere Zuschauer ist es wichtig, dass wir uns zerreißen und aggressiv sind.“

Wenn das gelingt, dann kann am Osterdeich Magisches entstehen. Das hat die Historie hinlänglich bewiesen. Auch die jüngere Vergangenheit. „Unsere Fans haben ein sehr gutes Gespür dafür, wo wir herkommen und welche Höhen und Tiefen solch eine Saison haben kann“, hat Trainer Ole Werner registriert. „Ich habe zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Form die Unterstützung vermisst. Im Gegenteil. Die war immer da, auch jetzt in Köln. Das ist etwas, was wir unbedingt beibehalten müssen, denn am Ende haben wir hier alle das gleiche Ziel: Wir wollen guten, attraktiven Fußball spielen und in der Bundesliga bleiben.“ Gegen Union Berlin soll es da den nächsten Schritt geben. Mit den Fans des SV Werder Bremen im Rücken. „Sie wissen, dass es auch mal Täler gibt und es gerade dann Unterstützung braucht. Und die Mannschaft hat sich das auch verdient – nicht in dem Köln-Spiel, aber in der bisherigen Saison“, urteilt Werner. „Bei allem, was kommt, muss es zusammen gehen. Und das geht es bisher und trägt uns in vielen Spielen. Es wird uns auch gegen Union tragen und wir werden versuchen, dem mit unserer Leistung gerecht zu werden.“ (mbü)

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