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Mit der Unterstützung von 8.500 Fans gewann Werder Bremen in dieser Saison im Signal-Iduna-Park bei Borussia Dortmund.

Platz vier der Auswärtsfahrer-Tabelle

„Bombenstimmung“ - Verlass auf Werders zwölften Mann

Bremen - Spieltage sind Feiertage - und zwar alle! Nicht nur die Heimspiele sind bei den Fans von Werder Bremen beliebt, sondern genauso die Auswärtsfahrten. Bremen zählt zu den Vereinen, die die meisten Anhänger mit in den Gästeblock bringen.

Mehr als 6.000 Werder-Fans in Berlin und Hamburg, 8.500 grün-weiße Anhänger in Dortmund. Wenn Werder auf fremden Rasen spielt, ist auf den zwölften Mann Verlass. „Das ist geil“, sagte Mittelfeldspieler Thomas Delaney vor dem Duell beim BVB. Wie sehr die Bremer Fans ihren Club auch bei Auswärtsspielen unterstützen, ist bemerkenswert. Das geht auch aus einer aktuellen Statistik hervor. Laut „fussballmafia.de“ belegt Werder nach der Hinrunde der Bundesliga-Saison 2017/2018 den vierten Rang der sogenannten Auswärtsfahrer-Tabelle.

Im Schnitt mehr als 4.800 Werder-Fans zu Auswärtsspielen

„Dass die Werder-Fans vorne dabei sind, habe ich schon erwartet“, sagt Ingo Kläner, „aber so weit vorne überrascht mich schon ein wenig.“ Kläner ist Präsident des Werder-Fanclubs „27801“ aus Dötlingen (Landkreis Oldenburg), dem mit 1.670 Mitgliedern größten Werder-Fanclub überhaupt.

Insgesamt 43.500 Fans haben die Bremer in neun Auswärtsspielen der Bundesliga-Hinrunde begleitet. Das sind im Durchschnitt 4.833 pro Spiel. Nur Borussia Dortmund (5.278 Fans pro Spiel), Schalke 04 (5.875) und Bayern München (5.994) bringen noch mehr Anhänger mit zu Auswärtsspielen als die Grün-Weißen.

Einmal im Jahr geht der größte Werder-Fanclub, „27801“ aus Dötlingen, auf Tour. In der Saison 2016/2017 war die DeichStube mit „on Tour“ nach Leverkusen.

Florian Kohfeldt sprach vor Kurzem von einer „extrem luxuriösen Situation in Bremen“, was die Fans betrifft. Der Werder-Trainer weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, stundenlange Fahrten auf sich zu nehmen und zum Teil überteuerte (Auswärts-)Tickets zu kaufen, nur um die Lieblingsmannschaft zu unterstützen. Und steckt Werder in der Krise, ist der Support – anders als bei manch anderen Vereinen – nur umso stärker. Es ist eine besondere Beziehung: in guten wie in schlechten Zeiten.

Warum der Support trotz des wiederholten Abstiegskampfs auch bei Auswärtsspielen so stark ist - dafür hat Ingo Kläner eine ganz einfache Erklärung: „In den Auswärtsblöcken herrscht einfach immer eine Bombenstimmung.“ Das bringe die Fans schließlich immer wieder dazu, zu sagen: Da wollen wir auch mal wieder hin, oder: da waren wir noch nicht.

Kläner glaubt an Werder und hofft auf mehr Auswärtssiege

Auch Kläners Fanclub „27801“ ist Dauergast in den Bundesliga-Stadien. „Wir sind fast bei jedem Auswärtsspiel mit einer kleinen Gruppe dabei“, erklärt der Vorsitzende. Außerdem sei einmal im Jahr eine große Tour geplant. Aber jetzt ist erst mal Winterpause, weiter geht es dann am 13. Januar in der Rückrunde mit dem Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Dass Werder der Klassenerhalt gelingt, davon ist Kläner überzeugt, der Kader sei allemal Bundesliga-tauglich.

„In der Rückrunde muss es positiv weitergehen. Wenn die Mannschaft in dieser Konstellation zusammenbleibt, hat sie auf jeden Fall die Qualität, um noch auf Platz zehn bis 13 zu kommen“, glaubt Kläner. Er warnt aber zugleich, dass es nicht reiche, nur die Heimspiele zu gewinnen, um an anderen Mannschaften vorbeizuziehen: „Dann kommt man zwar immer wieder ran, aber nicht dran vorbei.“ Bleibt für ihn und die anderen Fans also nur zu hoffen, dass Werder in der Rückrunde nicht nur im Weserstadion punktet, sondern auch auswärts wieder öfter einen Dreier holt. Damit Kläner und Co. wieder singen können: „Auswärtssieg! Auswärtssieg!“

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Jürgen L. Born beim Fanclub „27801“: Werder wird noch Neunter

Fotos 27801

 © Lenhart
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Fotos 27801
Fotos 27801 © nh
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