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Viele Werder-Fans wehren sich gegen eine Zusammenarbeit mit dem Iran.

Verein lässt Vor- und Nachteile untersuchen

Fans protestieren gegen ein mögliches Engagement im Iran

Bremen - Von Saskia Gras. Im Juni 2017 flog Alexander Nouri in das Heimatland seines Vaters, den Iran – eine private Reise, aber Werder hatte er mitgenommen. Dass der Club danach Interesse am iranischen Markt zeigte, stößt bei vielen Werder-Fans auf Ablehnung.

Laut einem Bericht von „Spiegel Online“ übergab die Ultra-Gruppierung Caillera den Verantwortlichen schon Mitte Juni einen Brief, in dem sie sich klar gegen die Gedankenspiele stellt. „Während Alexander Nouri herzlich im Iran empfangen wurde, wird dies für mehr als die Hälfte aller Werderfans nicht der Fall sein“, soll es darin heißen.

Fans sehen Werders Werte in Gefahr

Die Ultras werfen der politischen Führung des Landes Antisemitismus vor, Frauen hätten keine Rechte, Homosexuellen drohe die Todesstrafe. Ein mögliches Engagement im Iran würde gegen Werders Werte verstoßen. 

Und nicht nur Caillera wehrt sich. Weitere Fans haben Anfang Oktober eine Petition gestartet, um die eventuelle Zusammenarbeit zu verhindern. Mehr als 450 Menschen haben dort bereits unterschrieben.

Verein macht nur „Hausaufgaben“

Werder dementierte gegenüber „Spiegel Online“ aber konkrete Pläne im Iran. Man habe lediglich „seine Hausaufgaben gemacht“, von Gutachtern Vor- und Nachteile untersuchen lassen. Zur Zeit sei keine Kooperation im Iran in Planung. 

Der Schritt auf den iranischen Markt sei nur vorstellbar, wenn dort die eigenen Werte vertreten werden dürfen, heißt es weiter. Der Verein wolle sich künftig mit den Fans über das Thema austauschen.

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