Die Polizei will den Mannschaftsbus von RB Leipzig vor dem Spiel gegen Werder Bremen ganz besonders im Auge behalten.
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Die Polizei will den Mannschaftsbus von RB Leipzig vor dem Spiel gegen Werder Bremen ganz besonders im Auge behalten.

Vor dem 28. Bundesliga-Spieltag im Weserstadion

Attacke auf Mannschafts-Bus von RB Leipzig geplant? Bremer Polizei warnt gewaltbereite Werder-Fans

Bremen – Polizeieskorten für Mannschaftsbusse sind in der Bundesliga absolut nichts Ungewöhnliches. Wenn aber die Mannschaft von RB Leipzig, am Samstag im Weserstadion der Gegner des SV Werder Bremen, vor und nach dem Spiel durch die Stadt kutschiert wird, dann wird es wohl mehr als nur ein Polizei-Motorrad sein, das den Bus begleitet. Die Bremer Polizei hat angekündigt, ihre Maßnahmen zu verschärfen, und dafür gibt es offenbar trotz Geisterspielen und fehlender Fan-Massen vor dem Stadion gute Gründe.

In einem Tweet der Polizei Bremen heißt es: „Der Polizei Bremen liegen Hinweise vor, dass es Planungen gibt, beim Heimspiel von Werder Bremen den Gästebus anzugehen. Die Polizei wird daher verstärkt im Einsatz sein.“ Besonderer Schutz also für den Tabellenzweiten RB Leipzig, der sich in der Bundesliga immer wieder Anfeindungen ausgesetzt sieht. Weil der Club nicht traditionell gewachsen, sondern in wenigen Jahren mit viel Geld aus dem Red-Bull-Imperium hochgezogen wurde, passt er nicht in das fußballerische Weltbild vieler Fans. Offenbar gilt das auch für Vertreter der Bremer Fan-Szene. Was konkret geplant ist, schreibt die Polizei nicht, ihre Botschaft ist aber deutlich: „Meinungen rechtfertigen keine Straftaten. Wir appellieren dringend, dies zu unterlassen.“

Führung von Werder Bremen ist über mögliche Attacke auf Mannschaftsbus von RB Leipzig informiert

Bei Werder Bremen ist die Club-Führung informiert und entsprechend auch alarmiert. Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald sagt auf Nachfrage der DeichStube: „Wir stehen in engem Austausch mit der Polizei und gehen davon aus, dass die richtigen Maßnahmen ergriffen werden. Unsere Fans haben sich während der gesamten Corona-Zeit sehr vorbildlich verhalten und wir sind sicher, dass sie es auch weiterhin tun werden.“

In der Vergangenheit war es in Bremen jedoch schon zu Attacken gegen die Busse von Auswärtsteams gekommen. 2016 wurde vor dem Abstiegsendspiel gegen Eintracht Frankfurt der Bus der Hessen auf der Anfahrt zum Weserstadion aus der Menge heraus mit Flaschen beworfen. 2017 waren es Farbbeutel und Flaschen, mit denen Werder-Fans den Bus des Hamburger SV demolierten. Eine Scheibe ging zu Bruch. Besonders beschämend damals: Es passierte nur wenige Tage nachdem auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund ein Sprengstoff-Attentat verübt worden war. Werder-Sportchef Frank Baumann sagte damals, was sicher auch heute noch gilt: „Ich habe für so etwas grundsätzlich kein Verständnis.“

Auch Werder Bremen erlebte Angriffe auf den Mannschaftsbus

Selbst erlebte Werder Bremen Angriffe auf den Teambus bereits mehrfach – zuletzt im vergangenen Sommer nach der gewonnenen Relegation gegen den 1. FC Heidenheim, als enttäuschte Fans des Zweitligisten den Bus der feiernden Bremer mit Steinen bewarfen. (csa) Verfolgt das Bundesliga-Spiel zwischen Werder Bremen und RB Leipzig im Liveticker der DeichStube.

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