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Frank Baumann hält ein Benezifspiel gegen Babelsberg 03 für überzogen: „Das macht keinen Sinn. Dafür ist die Geldstrafe gegen Babelsberg zu gering.“

Nach Fan-Unterstützung

Baumann: Kein Benefizspiel gegen Babelsberg

Bremen - Werder Bremen wird kein Benefizspiel gegen den von einem Lizenzentzug bedrohten Regionalligisten SV Babelsberg 03 bestreiten.

Das hat Sportchef Frank Baumann am Freitag erklärt. „Wir haben uns zu dem Thema Gedanken gemacht und uns überlegt, wie wir uns positionieren können“, sagte Baumann - und betonte: „Es ist für uns als Verein ganz klar, dass Rechtsextremismus in den Stadien und im ganzen Land nichts zu suchen hat.“ Ein Benefizspiel gegen Babelsberg auszutragen, hält der 42-Jährige aber für überzogen. „Das macht keinen Sinn. Dafür ist die Geldstrafe gegen Babelsberg zu gering und man muss auch bedenken, dass das eigentliche Urteil wegen Pyrotechnik ausgesprochen wurde.“

Zum Hintergrund: Der SV Babelsberg 03 befindet sich in einem Rechtsstreit mit dem Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV), weil er sich weigert, eine gegen ihn verhängte Geldstrafe in Höhe von 7.000 Euro zu bezahlen. Der Verband fordert das Geld vom Verein, weil dessen Fans während des Heimspiels gegen Energie Cottbus im April 2017 Pyrotechnik abgebrannt und „Nazischweine raus“ skandiert hatten.

Babelsberg droht Lizenzentzug

Auch Energie Cottbus wurde verurteilt - ebenfalls für das Abbrennen von Pyrotechnik und einen verursachten Platzsturm, allerdings nicht für die rechtsradikalen Gesänge sowie das Zeigen des Hitlergrußes der eigenen Anhänger. An diesem Punkt hat sich der Streit entzündet. Weil Babelsberg seine Strafe weiterhin nicht zahlen will, droht seitens des NOFV inzwischen gar ein Lizenzentzug.

Bundesweit ist die Solidarität groß mit dem Potsdamer Stadtteilclub - auch Werder-Fans unterstützen die Sache des SV 03, der öffentlich um Hilfe, unter anderem durch ein Benefizspiel gegen einen Erst- oder Zweitligisten, gebeten hatte. Mehrere Werder-Fangruppen haben sich an Werder Bremen gewandt und so ein Benefizspiel gegen den Regionalligisten gefordert. Dazu kommen wird es nicht. „Der Verein kann sich aber sicher sein, dass er unsere volle Solidarität hat“, betonte Baumann. „Es kann ja nicht sein, dass man bestraft wird, weil die eigenen Fans ,Nazischweine raus' rufen.“

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