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Ganz schön grün: Die Bremer Ostkurve im Weserstadion.

„Weit weniger turbulente Monate“

Hinrunden-Bilanz: Lob und Kritik für das Fan-Verhalten

Bremen - Sportlich war die Hinrunde mal wieder ein Reinfall. Nur Platz 16 nach 17 Spielen – das Bremer Bundesliga-Team hatte sich so manche Verfehlung auf dem Platz geleistet.

Und die Fans des SV Werder? Sie haben sich besser verhalten, als die Mannschaft in der ersten Saisonhälfte gespielt hat. Jedenfalls geht das aus einer Bilanz hervor, die der SV Werder in Kooperation mit dem Dachverband der Bremer Fan-Clubs und dem Fan-Beirat erstellt hat. Es seien „weit weniger turbulente Monate“ gewesen, als es die „vielen Schlagzeilen zum Fan-Verhalten und dem Umgang mit den Fans“ hätten vermuten lassen, erklärt Werder-Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald in einem Beitrag auf „werder.de“.

Dabei wirken die einzelnen Fälle von Fan-Trouble aneinandergereiht schon so, als gäbe es häufig Knatsch. Da gab es den Aufruhr in Berlin mit Angriffen auf den Ordnungsdienst im Olympiastadion. Anschließend kam es zu einem vielfach kritisierten Polizei-Einsatz. Auch beim Heimspiel gegen Bayern München gerieten Fans und Ordner aneinander, weil einige Fans versuchten, in den Innenraum zu gelangen.

Große positive Kraft der Fans

Nicht zu vergessen die aufsehenerregende Schlägerei im Viertel nach dem 2:2 gegen Mainz 05. Und viel zu oft auch der Einsatz von Pyro-Technik. Dreimal brannte es im Bremer Block – insgesamt musste Werder dafür 64.000 Euro Strafe zahlen. „Damit“, sagt Hess-Grunewald, „können wir nicht gut leben – auch wenn wir im nationalen Vergleich nicht negativ herausstechen.“

Den unschönen Einzelereignissen steht zudem die große positive Kraft der Fans gegenüber. Unter anderem wird in der Bilanz die große Anzahl an Fans bei Auswärtsspielen, der sensible Umgang mit dem Team in der sportlich erfolglosen Phase sowie das soziale Engagement großer Teile der Fan-Gruppen hervorgehoben. Insgesamt sei das Verhalten gegenüber Ordnungsdiensten verbessert worden. Und dass vor dem Derby in Hamburg trotz der „Zwangsmaßnahmen der Hamburger Polizei“ unter den Betroffenen alles ruhig geblieben sei, wird extra hervorgehoben.

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