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Werder-Fans (Archiv)

Carl-Zeiss Jena gegen Werder U23

Fans beraubt, Team betrübt

Jena - Als ein Streich unter Fans geht diese Aktion wohl nicht mehr durch: In der Halbzeitpause des Drittliga-Spiels der U23 des SV Werder bei CZ Jena wurden Bremer Fans im Gästeblock des Ernst-Abbe-Sportfelds angegriffen und beraubt.

„Eine Gruppe von Personen“ hatte den Block laut Polizei-Mitteilung gestürmt und diverse Fan-Utensilien entwendet. Dabei gingen die Angreifer offenbar nicht zimperlich vor. Die Polizei berichtet von Gewaltanwendung sowie mehreren Verletzten. Die Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs laufen, nähere Informationen wurden nicht preisgegeben.

Die Bremer Fans verloren neben ihren Fan-Artikeln zu allem Überfluss auch noch das Spiel. 1:2 (0:1) hieß es am Ende – weshalb auf den ersten Blick alles nach einem Fehlstart des neuen Bremer Trainers Oliver Zapel aussah. Aber der Nachfolger von Florian Kohfeldt wollte sich gar nicht so fühlen, als wenn er fehlgestartet wäre. „Wir haben eine zweite Halbzeit gespielt, wie man sie eigentlich nicht besser spielen kann. Das war schon Filet-Fußball“, sagte der 49-Jährige, der den Posten als Nachwuchs-Cheftrainer erst am Dienstag angetreten hatte, über die Leistung seines Teams.

Seit zwölf Spielen in Folge ohne Sieg

Dass sich Zapel zum Einstand einen Sieg gewünscht hätte, liegt auf der Hand. Ein spätes Tor von Jenas Kapitän Rene Eckardt (86.) brachte aber im ersten Spiel die erste Niederlage. Zuvor hatte der eingewechselte Rafael Kazior (77.) die erste Führung der Gastgeber durch Dominik Bock (16.) ausgeglichen. „Wenn man so dominant ist und trotzdem verliert, ist das sehr bitter“, meinte Zapel. Wobei sich „dominant“ nur auf die zweite Halbzeit bezog, die erste hatte CZ Jena gehört.

Werders U23-Coach Oliver Zapel bei der Partie Jena gegen Werder.

Der mittlerweile auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutschte Bremer Nachwuchs ist nunmehr seit zwölf Spielen in Folge ohne Sieg in Liga drei. Am Samstag kommt es im Stadion „Platz 11“ zum Kellerduell mit Schlusslicht RW Erfurt. Zapel hofft dann wieder auf den ersten Sieg und das Ende der Negativserie. „Mit der Leistung aus der zweiten Halbzeit“, sagte er in Jena, „müssen wir uns in der Zukunft keine Sorgen machen.“

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