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Der SV Werder Bremen beteiligt sich an der Kampagne „Nazis raus aus den Stadien“.

„Nazis raus aus den Stadien“

Shirts, Schals und Spenden: Werder unterstützt Babelsberg

Bremen - Werder Bremen beweist Solidarität mit dem SV Babelsberg 03: Mit Fan-Artikeln und einer Spendenaktion unterstützt der Bundesligist die Kampagne „Nazis raus aus den Stadien“.

Werder kündigt an, entsprechende Shirts und Jutebeutel sowie einen eigenen „Werderfans gegen Rassismus“-Schal verkaufen zu wollen. Außerdem wird eine Sammelbox für Spenden am Empfang der Geschäftsstelle sowie an einem Aktionsstand auf dem Stadionvorplatz beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln (Montag, 12. März) aufgestellt. Das Spiel ist eingebettet in die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“.

„Unser Ziel ist es, klare Kante gegen Nazis zu zeigen, gerade weil wir in einer Zeit leben, in der die Trennschärfe zwischen rechtsradikalen Parolen und bürgerlich-konservativem Gedankengut immer mehr verschwimmt“, sagt Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald in einer Vereinsmitteilung. „Massenwirksame Bühnen wie die Fußballstadien unseres Landes dürfen nicht von Nazis missbraucht werden. Das ist unsere Verantwortung und der wollen wir uns stellen.“

Geld für Fanprojekte und Babelsberger Strafe

Mit einem Teil der Erlöse aus Fan-Artikel-Verkauf und Spenden-Aktion werden Fanprojekte bei ihrer Antidiskrimierungsarbeit unterstützt, ein anderer Teil soll dem in Existenznöte geratenen SV Babelsberg helfen. Der Regionalligist liegt im Clinch mit dem Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) und weigert sich eine Strafe von 7000 Euro zu zahlen. Der Verband droht dem Verein mit Lizenzentzug.

Der NOFV fordert das Geld vom Verein, weil dessen Fans während des Heimspiels gegen Energie Cottbus im April 2017 Pyrotechnik abgebrannt und „Nazischweine raus“ skandiert hatten. Gleichzeitig waren die Cottbusser mit rechtsradikalen Parolen straffrei davongekommen.

Mehrere Werder-Fangruppen hatten als Zeichen der Solidarität ein Benefizspiel gegen Babelsberg gefordert. Beim Bundesligisten hielt man das für überzogen, Präsident Hess-Grunewald kündigte allerdings Hilfe in anderer Form an.

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