+
Nach dem Spiel gegen Mainz 05 sind bei einer Schlägerei am Steintor im Bremer Viertel mehrere Menschen verletzt worden.

Nach Mainz-Spiel im Bremer Viertel

Werder verurteilt Fan-Gewalt

Bremen - Zwei Tage nach den schweren Ausschreitungen im Bremer Steintor nach dem Bundesliga-Spiel zwischen Werder Bremen und Mainz 05 hat sich jetzt auch Werder zu den Vorfällen geäußert.

„Der SV Werder Bremen verurteilt die gewalttätigen Auseinandersetzungen, die im Bremer Stadtteil ‚Steintor‘ am Samstagabend zu Verletzten und Sachschaden geführt haben“, beginnt eine entsprechende Pressemitteilung. Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald hatte sich am Montag bei einem Treffer mit Vertretern der Polizei über die Vorfälle und den Stand der Ermittlungen informieren lassen.

„Nach unserem Kenntnisstand, den wir nach intensivem Austausch mit Fanbetreuern und Polizeikräften gewonnen haben, handelt es sich um eine politisch motivierte Auseinandersetzung, an der auch Mitglieder von Ultragruppierungen beteiligt waren, die zuvor das Bundesliga-Spiel besucht haben“, sagt er - und führt als Erklärung an: „Darauf deutet die Tatsache hin, dass die Polizei eine Ermittlungsgruppe ins Leben gerufen hat, an der auch der Staatsschutz beteiligt ist. Das zeigt uns, dass die Polizei diesen Vorfall nicht als Fußball-Konflikt verharmlosen möchte.“

Verein distanziert sich von jeder Form der Gewalt

In der Mitteilung heißt es, Offizielle des SV Werder Bremen hätten vor den Ausschreitungen „politisch motivierte, verbale Auseinandersetzungen“ zwischen Besuchern des Bundesliga-Spiels an die Polizei gemeldet, um sie auf die aufgeheizte Situation hinzuweisen. Während des Spiels hatten Werder-Fans in der Ostkurve eine Besuchergruppe mit rechtsextremer Gesinnung in der Westtribüne ausgemacht und lautstark mit Sprechchören gegen sie protestiert. „Diese Form des verbalen Protestes unterstützt der SV Werder Bremen ausdrücklich“, heißt es im Pressetext.

Von jeder Form der Gewalt distanziert sich der Club jedoch ausdrücklich. „Es ist wichtig, Protest gegen Sympathisanten rechtsextremistischen Gedankenguts entschlossen vorzubringen, aber es muss gewaltfrei bleiben. Selbstjustiz ist keine Option in einem Rechtsstaat“, betonte Hess-Grunewald.

Mehr zum Thema:

Neue Gewalt in der Fan-Szene: „Fascho-Kneipe? Wir sind genau das Gegenteil“

Ultras gegen Nazis?: 

Mindestens fünf Verletzte bei Schlägerei

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Auch interessant

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare