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Wieder wurden Fan-Gruppierungen von Werder auf dem Weg nach Hamburg gestoppt.

171 Kontrollen: Ein Messer und Pfefferspray gefunden

Laut Hamburger Polizei: Vier Ultras bedrohen einen Beamten

Hamburg - Vier Personen vorübergehend in Gewahrsam, insgesamt 171 kontrollierte Fans und 31 durchsuchte Fahrzeuge – die Aktion der Hamburger Polizei vor dem Anpfiff des Nordderbys zwischen dem HSV und Werder Bremen (0:0) war nicht gerade klein.

Auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Nähe des Hamburger Volksparkstadions war es am Samstag zu umfangreichen Maßnahmen gegen in PKW's anreisende Bremer Ultras gekommen. Auslöser war laut der Hamburger Polizei eine Bedrohungslage gegen einen Beamten in einem Zivilfahrzeug. 

Demnach hätten vier Fans der Ultra-Gruppierung „Infamous Youth“ die Tür des Fahrzeugs aufgerissen und den Fahrer bedroht. Diese vier Personen wurden deshalb vorübergehend in Gewahrsam genommen. 

Wieso anschließend in Summe 171 Fans und 31 Autos kontrolliert wurden, konnte eine Sprecherin der Hamburger Polizei noch nicht erklären. Ihr lägen keine konkreten Informationen der Kollegen vor. Aus dem Lagezentrum hieß es, aus der gesamten Gruppe der Ultras heraus sei eine Bedrohung gegen Polizisten entstanden.

Werder äußert sich noch nicht zu den Vorfällen

Die Kontrollen dauerten von 15.30 Uhr bis circa 21.15 Uhr, weshalb ein Großteil (oder sogar alle) der betroffenen Ultras das Nordderby (Anpfiff 18.30 Uhr) verpassten. Schon in den beiden vergangenen Derbys in Hamburg waren Bremer Fans bei der Anreise kontrolliert und wieder nach Hause geschickt worden. Betroffen waren im April 2016 rund 100 Werder-Ultras, im Herbst 2016 waren es knapp 200. Und diesmal 171.

Das Ergebnis der aktuellen Kontrollen: Es wurden ein Einhandmesser, ein Pfefferspray sowie diverse Vermummungsgegenstände gefunden. Ob auch Verfahren gegen mehr als die vier Personen, die den Polizisten im Zivilfahrzeug bedroht haben sollen, eingeleitet wurden, ist nicht bekannt. Die Pressestelle der Hamburger Polizei will am Montag weitere Informationen veröffentlichen.

Werder Bremen äußerte sich am Sonntag noch nicht zu den Vorfällen. Der Club will zunächst den Einsatzbericht der Hamburger Polizei einsehen und bewerten. Auf der Internet-Plattform „faszination-fankurve.de“ wurde eine Beschwerde gegen das Vorgehen der Polizei formuliert. „Es ist das dritte Nordderby in Hamburg in Folge, bei dem die Polizei anreisende Werder-Ultras auf dem Weg zum Volksparkstadion aufhielt, ohne dass es zu nennenswerten Straftaten kam“, heißt es darin.

Lest auch: Werder kritisiert die Hamburger Polizei

Fotostrecke: Werders Nullnummer beim Hamburger SV

Werders Philipp Bargfrede im Zweikampf mit Tatsuya Ito (li.). Ex-Bremer Aaron Hunt schaut zu. 
Werders Philipp Bargfrede im Zweikampf mit Tatsuya Ito (li.). Ex-Bremer Aaron Hunt schaut zu.  © nordphoto
HSV-Torhüter Christian Mathenia kann den Ball nicht festhalten, Ishak Belfodil setzt nach. 
HSV-Torhüter Christian Mathenia kann den Ball nicht festhalten, Ishak Belfodil setzt nach.  © nordphoto
Thomas Delaney mit dem Kopf - Werders beste Chance in der ersten Halbzeit.
Thomas Delaney mit dem Kopf - Werders beste Chance in der ersten Halbzeit. © nordphoto
Florian Kainz in der HSV-Zange.
Florian Kainz in der HSV-Zange. © nordphoto
Das Nordderby war mitunter hart umkämpft. Hier hängt sich Werder-Stürmer Ishak Belfodil voll rein. 
Das Nordderby war mitunter hart umkämpft. Hier hängt sich Werder-Stürmer Ishak Belfodil voll rein.  © nordphoto
Unterdessen auf der Werder-Ersatzbank...
Unterdessen auf der Werder-Ersatzbank... © nordphoto
Jiri Pavlenka entschärft einen Distanzschuss von Andre Hahn.
Jiri Pavlenka entschärft einen Distanzschuss von Andre Hahn. © nordphoto
Umkämpft, aber nicht schön - das Nordderby 17/18.
Umkämpft, aber nicht schön - das Nordderby 17/18. © nordphoto

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