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Erneut wurden Werder-Fans auf dem Weg zum Volksparkstadion aufgehalten.

Polizei schweigt

Warum durften die Ultras nicht zum Nordderby?

Hamburg. Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald hatte es sich so sehr gewünscht, doch auch bei diesem Nordderby schafften es viele Bremer Ultras nicht in den Fanblock des Volksparkstadions.

Sie wurden von der Polizei durch Kontrollen aufgehalten, teilte der Bundesligist via Kurznachrichtendienst „twitter“ mit. Von 170 Betroffenen ist die Rede. Die Hamburger Polizei wollte sich trotz mehrfacher Nachfrage der DeichStube bis zum späten Samstagabend nicht zu den Vorkommnissen äußern. Umso ausführlicher wird das Geschehen auf der Internetseite faszination-fankurve.de beschrieben.

„Die Werder-Ultras reisten dieses Mal mit Autos bis zu einem Parkplatz in Hamburg-Lurup, der etwa zwei Kilometer vom Volksparkstadion entfernt liegt. Wie schon in der vorletzten Saison soll der Polizei nicht gepasst haben, dass die Werder-Ultras ,konspirativ' und somit von der Polizei unbemerkt bis nach Hamburg reisten“, heißt es in dem Bericht. 

Davon angeblich betroffen: die Ultra-Gruppen UltrA-Team Bremen, L´Intesa Verde, Caillera und Infamous Youth. Letztere hatte noch am Freitag mit einer Aktion beim Abschlusstraining der Bremer für Aufsehen gesorgt. 400 Fans machten die Mannschaft heiß auf das anstehende Nordderby.

Nicht zum ersten Mal gestoppt worden

Im Volksparkstadion fehlten diese Gruppen dann. Nicht zum ersten Mal. Schon bei den letzten beiden Nordderbys hatten es viele Ultras nicht zum Spiel geschafft. Sie waren in Bussen, Autos oder auch S-Bahnen gestoppt worden. Weil die Polizei nach eigenen Angaben zum Beispiel Waffen, Quarzhandschuhe, Mundschutz und Pyrotechnik gefunden hatten. „Diesmal sollen auch alle Fans in Hamburg ankommen und nicht von der Polizei gestoppt werden müssen, weil sie Dinge dabei haben, die bei einem Fußballspiel nichts zu suchen haben“, hatte Hess-Grunewald im Vorfeld des aktuellen Nordderbys gesagt.

Es kam anders. Werder selbst bestätigte den Vorfall kurz nach Spielbeginn und teilte zugleich mit, sich um die 170 betroffenen Personen zu kümmern. „Es ist das dritte Nordderby in Hamburg in Folge, bei dem die Polizei anreisende Werder-Ultras auf dem Weg zum Volksparkstadion aufhielt, ohne dass es zu nennenswerten Straftaten kam“, heißt es auf faszination-fankurve.de. Die Hamburger Polizei schweigt dagegen. Laut Lagezentrum gab es bis um 23 Uhr noch keinen Bericht von dem Vorfall. 

Möglicherweise gibt es am Sonntag dann eine offizielle Mitteilung der Polizei.

Fotostrecke: Werders Nullnummer beim Hamburger SV

Werders Philipp Bargfrede im Zweikampf mit Tatsuya Ito (li.). Ex-Bremer Aaron Hunt schaut zu. 
Werders Philipp Bargfrede im Zweikampf mit Tatsuya Ito (li.). Ex-Bremer Aaron Hunt schaut zu.  © nordphoto
HSV-Torhüter Christian Mathenia kann den Ball nicht festhalten, Ishak Belfodil setzt nach. 
HSV-Torhüter Christian Mathenia kann den Ball nicht festhalten, Ishak Belfodil setzt nach.  © nordphoto
Thomas Delaney mit dem Kopf - Werders beste Chance in der ersten Halbzeit.
Thomas Delaney mit dem Kopf - Werders beste Chance in der ersten Halbzeit. © nordphoto
Florian Kainz in der HSV-Zange.
Florian Kainz in der HSV-Zange. © nordphoto
Das Nordderby war mitunter hart umkämpft. Hier hängt sich Werder-Stürmer Ishak Belfodil voll rein. 
Das Nordderby war mitunter hart umkämpft. Hier hängt sich Werder-Stürmer Ishak Belfodil voll rein.  © nordphoto
Unterdessen auf der Werder-Ersatzbank...
Unterdessen auf der Werder-Ersatzbank... © nordphoto
Jiri Pavlenka entschärft einen Distanzschuss von Andre Hahn.
Jiri Pavlenka entschärft einen Distanzschuss von Andre Hahn. © nordphoto
Umkämpft, aber nicht schön - das Nordderby 17/18.
Umkämpft, aber nicht schön - das Nordderby 17/18. © nordphoto

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