+
Werder-Boss Klaus Filbry fordert mehr Gerechtigkeit in der Bundesliga.

Werders Geschäftsführer

50+1-Regel: Filbry sieht Reformbedarf

Bremen - Die 50+1-Regel, die besagt, dass Investoren nicht die Mehrheit an einem Bundesliga-Verein übernehmen können, ist seit Jahren umstritten. Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry hat sich nun für eine Reform ausgesprochen.

Mit Blick auf die Bundesligisten RB Leipzig, TSG Hoffenheim, VfL Wolfsburg und Bayer 04 Leverkusen fordert Filbry mehr Gerechtigkeit. „Wir brauchen faire Wettbewerbsgleichheit, mit gleichem Recht für alle“, sagte der Werder-Boss dem „kicker“.

„Dinge, die den Fußball stark machen in Deutschland“, müssten dabei allerdings gesichert werden. Es geht Filbry darum, die Fans und die Identität nicht zu verlieren: „Es beginnt mit der Fankultur, den Stehplätzen, die erhalten werden müssen, und reicht über moderate Eintrittspreise bis hin zum festgeschriebenen Standort und den Erhalt von Wappen und Vereinsfarben.“

Filbry: Strategischer Partner anstatt Finanzinvestor 

Filbry kann sich weitere Öffnungen für Investoren in der Bundesliga vorstellen - unter gewissen Voraussetzungen. „Wir wollen Kapital in die Liga holen. Aber das Kapital muss das Interesse teilen, die Liga und den jeweiligen Verein zu stärken“, sagte der 51-Jährige.

Filbry warnt zugleich: „Jeder muss auch genau schauen, wen er in sein Haus lässt.“ Er spricht von „strategischen Partnern“ des Clubs, die etwas mit dem Verein entwickeln wollen, und nicht von „Finanzinvestoren, die vor allem die Entwicklung ihres eigenen Geldes sehen“.

(kso)

Mehr zum Thema

Investor? „Werder hat die Wahl zwischen Pest und Cholera“

Hess-Grunewald lehnt 50+1-Aufgabe strikt ab

Werder-Ultras protestieren gegen Montagsspiele

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare