+
Zwölf Millionen Euro aus dem Fernsehgeld-Topf stehen für Werder in den nächsten Wochen noch auf dem Spiel.

Die Verteilung der Fernsehgelder ist für den Verein richtig spannend

Achtung, Werder! Es geht noch um zwölf Millionen Euro

Bremen. Werder steht in der Bundesliga als Tabellen-Zwölfter mittendrin, der Klassenerhalt ist quasi geschafft, Europa eigentlich nicht mehr erreichbar. Trotzdem wollen sich die Bremer auf keinen Fall hängen lassen.

Trainer Florian Kohfeldt wird nicht müde, zu betonen, wie wichtig die Schlussphase dieser Saison für die Zukunft ist. Nur, wer auch jetzt gierig nach Erfolg sei, bleibe das auf Dauer auch, lautet sein Credo. Aber es geht nicht allein „nur“ ums Gewinnen, sondern wie so oft im Fußball auch ums Geld. Zwölf Millionen Euro aus dem Fernsehgeld-Topf stehen für Werder in den nächsten Wochen noch auf dem Spiel. Das kann schon sehr entscheidend für die Zukunft des Clubs sein.

Wäre die Saison jetzt bereits zu Ende, würde Werder etwa 48 Millionen Euro aus den TV-Einnahmen der Bundesliga kassieren – das sind acht Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor. Ausgerechnet haben das die Macher der Internetseite www.fernsehgelder.de. Das klingt schon vielversprechend. 

Und es ist sogar noch mehr drin: Aktuell belegen die Bremer in der TV-Tabelle Rang zehn, können aber an den letzten fünf Spieltagen noch bis auf Platz acht vorstoßen. Damit würden rund vier Millionen Euro mehr auf das Bremer Konto wandern. Jeder Platz besser oder schlechter bedeutet zwei Millionen Euro mehr oder weniger.

Im schlimmsten Fall acht Millionen futsch

Genau darin liegt allerdings auch die Gefahr. Werders Fallhöhe ist nicht ohne. Bis auf Platz 14 der TV-Tabelle kann es noch runtergehen. Im schlimmsten Fall wären die acht Millionen, die Werder aktuell mehr als in der Vorsaison bekommen würde, wieder futsch – und damit auch jede Menge Handlungsspielraum auf dem Transfermarkt. Die Bremer brauchen jeden Euro, um die Leistungsträger zu halten und das Team weiter zu verstärken.

Die Verteilung der TV-Gelder ist seit der vergangenen Saison ziemlich kompliziert. Es entscheidet nicht mehr nur die Fünfjahres-Wertung, sondern auch das Abschneiden in den vergangenen 20 Jahren, der aktuelle Wettbewerb und der Einsatz von Nachwuchsspielern. Werder hat von der neuen Regelung durchaus profitiert, weil der Traditionsclub von 2003 bis 2010 extrem erfolgreich war.

Die aktuelle TV-Tabelle wird natürlich vom FC Bayern angeführt. 63 Millionen Euro würden die Münchner – Stand jetzt – am Ende der Saison kassieren. Dahinter folgen Dortmund (62), Schalke (60), Leverkusen (59), Mönchengladbach (57), Hoffenheim (55), Berlin (54), Frankfurt (52), Augsburg (49) und dann Werder (48). Aber von unten gibt es Druck – zum Beispiel aus Leipzig, dem nächsten Gegner der Bremer. Deswegen ist die Partie am Sonntag für Grün-Weiß gleich doppelt wichtig.

Letzte Saison 20 bis 22 Millionen Euro entgangen

Wie gravierend sich Niederlagen am Saisonende auswirken können, hat Werder gerade erst vor einem Jahr auf schmerzhafte Weise erfahren: Die 3:4-Niederlage am letzten Spieltag in Dortmund nach einer Führung hat richtig weh getan. „In der 78. Spielminute waren wir auf Platz neun der Fernsehwertung und auf Platz sechs der Tabelle“, erklärte Werder-Boss Klaus Filbry damals: „Und dann haben wir noch verloren und waren Tabellenachter und auf Platz zwölf der Fernsehwertung. Insgesamt sind uns da 20 bis 22 Millionen Euro entgangen, wenn man die Einnahmen aus der Europa-League-Gruppenphase, das TV-Geld und die Platzierung in der Fernseh-Zehnjahreswertung zusammenrechnet.“

Werder hätte sich damals noch für das internationale Geschäft qualifizieren können. Theoretisch möglich ist das auch jetzt, dann würde es um noch viel mehr gehen als die angesprochenen zwölf Millionen. Aber dafür müssen erstmal die nächsten Spiele gewonnen werden.

Schon gesehen?

Vor dem Leipzig-Spiel: Die Highlights der Werder-PK in 189,9 Sekunden

Schon gelesen?

Augustinsson und Johannsson fallen aus

Junuzovic vor Startelf-Rückkehr

Kohfeldt: „Wir werden voll da sein“

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Auch interessant

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare