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Alexander Nouri ist nicht mehr Trainer bei Werder Bremen.

Kohfeldt übernimmt interimsweise

Werder zieht Konsequenzen: Nouri muss gehen

Bremen - Jetzt ist es passiert: Werder Bremen trennt sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Alexander Nouri. Damit reagiert der Verein auf die anhaltende sportliche Krise.

Nach zehn Spieltagen stehen die Bremer in der Bundesliga noch immer ohne Sieg da. Nach dem 0:3 gegen den FC Augsburg am vergangenen Sonntag zog Werder um Sportchef Frank Baumann nun die Konsequenzen. Schon am Freitag (20.45 Uhr) gastiert Werder bei Eintracht Frankfurt. Betreut wird die Mannschaft dann von Florian Kohfeldt und Tim Borowiski.

Nouri hatte die Mannschaft im Oktober 2016 zunächst als Interimstrainer vom freigestellten Viktor Skripnik übernommen. Werder war bei seinem Amtsantritt Letzter und beendete die Saison - vor allem dank einer starken Rückrunde - auf Rang acht.

Werder legt klassischen Fehlstart hin

Es hat nicht viel gefehlt, und die Grün-Weißen hätten sich am Ende sogar noch für die Europa League qualifiziert. Im Verein waren sie mehr als zufrieden mit der Entwicklung, die die Mannschaft unter Nouri genommen hatte. Die Folge: Werder machte den Trainer zum Chef auf Dauer und verlängerte seinen Vertrag im Mai bis 2019. Danach ging es bergab.

In die laufende Saison haben die Bremer unter Nouris Leitung einen klassischen Fehlstart hingelegt. Zwar ist es dem Trainer während der Vorbereitung im Sommer gelungen, die wackelige Defensive zu stärken. Dafür strahlt Werder im Spiel nach vorne aber keine Gefahr mehr aus. Immer wieder war in Bremen die Rede von der nötigen Balance, die noch zu finden sei. Nouri ist in die Suche danach nun nicht mehr eingebunden.

Werder war für den 38-Jährigen die erste Station als Cheftrainer in der Bundesliga. Er betreute die Mannschaft in 41 Liga-Spielen, von denen er 13 gewann und 17 verlor. Elf Duelle endeten unentschieden.

Weitere aktuelle Infos gibt's im Liveticker.

Alexander Nouri: Seine Karriere in Bildern

Bereits im Jugendbereich lief Alexander Nouri für Werder Bremen auf. Dort schaffte er es in die deutsche U16-Nationalmannschaft und nahm 1996 sogar an der EM in Österreich teil.
Bereits im Jugendbereich lief Alexander Nouri für Werder Bremen auf. Dort schaffte er es in die deutsche U16-Nationalmannschaft und nahm 1996 sogar an der EM in Österreich teil. © imago
Bis 2001 spielte der spätere Bremer Chefcoach für die Amateurmannschaft an der Weser und war zwischenzeitlich für wenige Monate an Seattle Sounders ausgeliehen.
Bis 2001 spielte der spätere Bremer Chefcoach für die Amateurmannschaft an der Weser und war zwischenzeitlich für wenige Monate an Seattle Sounders ausgeliehen. © gumzmedia
Nouri verließ die Hanseaten für den KFC Uerdingen, wo er drei Jahre in der Regionalliga Nord kickte.
Nouri verließ die Hanseaten für den KFC Uerdingen, wo er drei Jahre in der Regionalliga Nord kickte. © imago
Anschließend wechselte er zum VfL Osnabrück. 2007 schaffte er mit dem Club den Aufstieg in die Zweite Liga und erzielte in insgesamt 93 Pflichtspielen neun Treffer für den VfL.
Anschließend wechselte er zum VfL Osnabrück. 2007 schaffte er mit dem Club den Aufstieg in die Zweite Liga und erzielte in insgesamt 93 Pflichtspielen neun Treffer für den VfL. © imago
Nach vier Jahren in Osnabrück zog es Nouri zu Holstein Kiel, wo er zwei weitere Spielzeiten verbrachte.
Nach vier Jahren in Osnabrück zog es Nouri zu Holstein Kiel, wo er zwei weitere Spielzeiten verbrachte. © imago
2010 wechselte der gebürtige Buxtehuder zum VfB Oldenburg, wo er 2012 seine Karriere als aktiver Spieler beendete und seine Laufbahn als Trainer startete.
2010 wechselte der gebürtige Buxtehuder zum VfB Oldenburg, wo er 2012 seine Karriere als aktiver Spieler beendete und seine Laufbahn als Trainer startete. © imago
Zur Saison 2014/15 kehrte Nouri nach Bremen zurück. Zunächst war er Co-Trainer der U23, dann wurde er befördert und übernahm als Cheftrainer die volle Verantwortung.
Zur Saison 2014/15 kehrte Nouri nach Bremen zurück. Zunächst war er Co-Trainer der U23, dann wurde er befördert und übernahm als Cheftrainer die volle Verantwortung. © gumzmedia
Noch in der gleichen Spielzeit führte Nouri Werders Reservemannschaft in die Dritte Liga. Von seinen Spielern wurde er dafür gefeiert.
Noch in der gleichen Spielzeit führte Nouri Werders Reservemannschaft in die Dritte Liga. Von seinen Spielern wurde er dafür gefeiert. © gumzmedia
Sein Aufstieg als Trainer ging weiter: Nach dem dritten Spieltag der Saison 2016/2017 wurde bei den Profis Viktor Skripnik als Coach entlassen. Nouri übernahm zunächst als Interimstrainer.
Sein Aufstieg als Trainer ging weiter: Nach dem dritten Spieltag der Saison 2016/2017 wurde bei den Profis Viktor Skripnik als Coach entlassen. Nouri übernahm zunächst als Interimstrainer. © gumzmedia
Der emotionale Nouri baute nicht nur Strukturen um, sondern brachte zunächst auch neue Leidenschaft in die Mannschaft von der Weser.
Der emotionale Nouri baute nicht nur Strukturen um, sondern brachte zunächst auch neue Leidenschaft in die Mannschaft von der Weser. © gumzmedia
Die Belohnung: Anfang Oktober wurde der 37-Jährige zum Cheftrainer befördert. Als Co-Trainer standen ihm Florian Bruns und Markus Feldhoff zur Seite.
Die Belohnung: Anfang Oktober wurde der 37-Jährige zum Cheftrainer befördert. Als Co-Trainer standen ihm Florian Bruns und Markus Feldhoff zur Seite. © gumzmedia
Die Zeiten blieben aber schwierig. Werder verlor die ersten vier Spiele nach dem Jahreswechsel und stürzte erneut auf den Relegationsplatz. Nouris Job stand stand arg auf der Kippe.
Die Zeiten blieben aber schwierig. Werder verlor die ersten vier Spiele nach dem Jahreswechsel und stürzte erneut auf den Relegationsplatz. Nouris Job stand stand arg auf der Kippe. © gumzmedia
Doch dann starteten die Bremer eine nicht für möglich gehaltene Erfolgsserie. Zwischen Mitte Februar und Anfang Mai 2017 blieb Werder in elf Spielen in Folge ungeschlagen, gewann neun davon - und ging voll auf Kurs Europa League. Nouri saß plötzlich ganz fest im Sattel.
Doch dann starteten die Bremer eine nicht für möglich gehaltene Erfolgsserie. Zwischen Mitte Februar und Anfang Mai 2017 blieb Werder in elf Spielen in Folge ungeschlagen, gewann neun davon - und ging voll auf Kurs Europa League. Nouri saß plötzlich ganz fest im Sattel. © gumzmedia
Der Werder-Trainer hatte auch mehrfach das Bedürfnis, sich in der Öffentlichkeit politisch zu positionieren. Nouri zeigte US-Präsident Donald Trump für ein verhängtes Einreiseverbot die „Rote Karte“. Und sagte bei einer Pressekonferenz: „Ich habe nichts gegen das Wort Europa - ich bin ja nicht die AfD.“
Der Werder-Trainer hatte auch mehrfach das Bedürfnis, sich in der Öffentlichkeit politisch zu positionieren. Nouri zeigte US-Präsident Donald Trump für ein verhängtes Einreiseverbot die „Rote Karte“. Und sagte bei einer Pressekonferenz: „Ich habe nichts gegen das Wort Europa - ich bin ja nicht die AfD.“ © gumzmedia
Am Ende der Spielzeit 2016/17 verpasste Werder die Europa League aber knapp als Tabellen-Achter.
Am Ende der Spielzeit 2016/17 verpasste Werder die Europa League aber knapp als Tabellen-Achter. © gumzmedia
In der Folgesaison konnte Werder in den ersten zehn Pflichtspielen keinen Sieg einfahren. Die Folge: Trainer Nouri wurde am 30. Oktober 2017 vom Verein freigestellt. 
In der Folgesaison konnte Werder in den ersten zehn Pflichtspielen keinen Sieg einfahren. Die Folge: Trainer Nouri wurde am 30. Oktober 2017 vom Verein freigestellt.  © gumzmedia

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