Alexander Nouri
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Am 3. Mai 2017 fiel Werder-Trainer Alexander Nouri mit einem politischen Statement auf. Sein Spruch über die AfD landete später auf Platz zwei bei der Wahl zum „Fußballspruch des Jahres“.

Dreimal Werder unter den Top fünf

„Fußballspruch des Jahres“: Nouri wird Zweiter

Nürnberg – Werder-Trainer Alexander Nouri ist am Freitagabend bei der Wahl zum „Fußballspruch des Jahres“ Zweiter geworden.

Während der Gala zur Verleihung des Deutschen Fußball-Kulturpreises musste sich Nouri nur einem Spruch der Fans von Schalke 04 geschlagen geben. Der 38-jährige Coach war nicht persönlich in der Nürnberger Tafelhalle, weil er sich mit Werder seit Freitagmittag in Köln auf das wichtige Auswärtsspiel beim 1. FC Köln (Sonntag, 13.30 Uhr) vorbereitet.

Fans von Schalke 04 gewinnen den Preis

Nouri war nominiert für einen Spruch, mit dem er im Endspurt der Vorsaison bereits für großes Aufsehen gesorgt hatte. Angesprochen auf die plötzlichen Bremer Chancen auf einen Europapokal-Platz hatte er gesagt: „Ich habe nichts gegen das Wort Europa. Ich bin ja nicht die AfD.“ Eine pointierte Aussage, die durch die Ergebnisse der Bundestagswahl Ende September wieder aktueller denn je ist.

Als „Fußballspruch des Jahres“ ausgezeichnet wurden die Fans von Schalke 04. Auf einem Transparent beim Saisonabschluss in Ingolstadt hatte gestanden: „Wir danken der Mannschaft, dass sie uns auch in dieser Saison so zahlreich hinterhergereist ist.“ Der erste Platz ist mit 5000 Euro für einen gemeinnützigen Zweck dotiert.

Delaney wird Vierter, Baumann Fünfter

Auch Thomas Delaney hatte es ins Finale geschafft. Nach seinem Dreierpack gegen den SC Freiburg hatte Werders Däne in der Vorsaison gescherzt: „Nein, den Ball habe ich nicht mitgenommen. Ich muss jetzt erst einmal schauen, ob mein Wikipedia-Eintrag auf dem neuesten Stand ist.“ Am Ende wurde er mit diesem Spruch Dritter, gemeinsam mit dem ehemaligen Dortmunder Trainer Thomas Tuchel.

Werders Sportchef Frank Baumann zählte mit dem Spruch „Jeder Sieg tut gut. Ein Derbysieg noch guter“ ebenfalls zu den Anwärtern auf die Auszeichnung, schaffte es am Ende aber nicht zu den Finalisten und wurde Fünfter. Nachdem eine 14-köpfige Jury im Vorfeld der Gala ihre vier Favoriten aus insgesamt elf Sprüchen ausgewählt hatte, entschied am Freitagabend das Saalpublikum in Nürnberg über den Sieger.

Alle Sprüche in der Übersicht:

1. Schalker Fans

„Wir danken der Mannschaft, dass sie uns auch in dieser Saison so zahlreich hinterhergereist ist.“

(Transparent beim Saisonabschluss in Ingolstadt)

2. Alexander Nouri

„Ich habe nichts gegen das Wort Europa. Ich bin ja nicht die AfD.“

(angesprochen auf die Möglichkeit, mit Werder Bremen noch einen Europa-League-Platz zu erreichen)

3. Thomas Delaney

„Nein, den Ball habe ich nicht mitgenommen. Ich muss jetzt erst einmal schauen, ob mein Wikipedia-Eintrag auf dem neuesten Stand ist.“

(nach seinem Dreierpack beim 5:2-Sieg mit Werder Bremen in Freiburg)

3. Thomas Tuchel

„Wenn konsequent, dann konsequent konsequent.“

(zur Suspendierung von Pierre-Emerick Aubameyang für das Champions-League-Spiel gegen Sporting Lissabon)

5. Frank Baumann

„Jeder Sieg tut gut. Ein Derbysieg noch guter.“

(nach dem 2:1-Sieg der Bremer gegen den HSV)

6. Julian Pollersbeck

„Ich habe einfach nicht nachgedacht. So wie ich immer nie nachdenke.“

(Torhüter der deutschen U21-Mannschaft nach dem Elfmeterschießen im EM-Halbfinale gegen England)

7. Lothar Matthäus

„Mein Tipp ist 1:1 auch wenn in der zweiten Halbzeit sicher noch Tore fallen werden.“

(Prognose beim Halbzeitstand von 1:1 zwischen dem FC Bayern und Arsenal London)

8. Andreas Rettig

„Ich sitze bei den Spielen neben meiner Frau, um dort meinen ehelichen Pflichten nachzukommen.“

(auf die Frage, ob er in neuer Doppelfunktion als Geschäftsführer und Sportchef des FC St. Pauli die Spiele auf der Bank verfolgen wird)

9. Julian Nagelsmann

„Ein Bauer muss sich auch mal von seinen Kühen und Schweinen trennen – auch wenn er eine gute Beziehung zu ihnen hat.“

(über die Transfers von Süle und Rudy von Hoffenheim zum FC Bayern)

10. Rüdiger Fritsch

„Ein klassischer Fehler wäre es gewesen, wenn wir anstatt eines Fußballlehrers Norbert Meier einen Klavierlehrer Erwin Hotzenplotz geholt hätten.“

(Darmstadts Präsident auf die Frage, ob die Verpflichtung von Norbert Meier ein Fehler gewesen sei)

11. Peter Stöger

„Für kölsche Verhältnisse bin ich doch sowieso schon der Wenger. “

(seit vier Jahren Trainer beim 1. FC Köln; Arsene Wenger seit 1996 bei Arsenal London)

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