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Aron Johannsson wird den SV Werder nach im Sommer nach vier Jahren verlassen.

Stürmer verlässt Werder am Saisonende

Johannsson nimmt schon Abschied: „Bin sehr traurig“

Bremen – Sportlich spielt er schon lange keine Rolle mehr, sein am 30. Juni auslaufender Vertrag wird nicht verlängert – Aron Johannsson befindet sich bei Werder in diesen Tagen auf Abschiedstour, wenn man so möchte.

Offiziell vom Verein verkündet ist sein Abgang zwar noch nicht, aber der Stürmer weiß längst, dass er Bremen im Sommer nach vier rabenschwarzen Jahren wieder verlassen wird. „Ich bin sehr traurig, dass ich gehen muss, denn ich hatte hier unglaublich viel Pech“, sagte Johannsson am Mittwoch im Gespräch mit der DeichStube – und zog bereits drei Spieltage vor Saisonende ein bemerkenswertes Fazit seiner Bremer Zeit.

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Johannsson: „Stolz, dass ich für Werder spielen durfte“

„Wenn ich zurückblicke, dann bin ich sehr stolz, dass ich für einen so großen Verein wie Werder spielen durfte“, betonte Johannsson, der Verständnis dafür hat, dass die Bremer künftig ohne ihn planen. Es tut ihm sogar persönlich leid, wie die letzten Jahre gelaufen sind: „Der Verein hat viel Geld in mich investiert, und ich konnte das wegen all meiner Verletzungen nicht zurückzahlen. Das ist sehr schade.“

Seit seiner Verpflichtung im August 2015 – Johannsson kam damals für 4,2 Millionen Euro vom AZ Alkmaar – war der heute 28-Jährige praktisch dauerverletzt. Nur 27 Bundesligaspiele (und vier Tore) stehen in seiner Bilanz. Zu wenig, um sich unverzichtbar zu machen, zu wenig, um ernsthaft auf einen neuen Vertrag zu hoffen – und vermutlich auch zu wenig, um in den verbleibenden drei Saisonspielen gegen Dortmund, Hoffenheim und Leipzig noch einmal zum Einsatz zu kommen. „Das sieht leider nicht so gut aus“, weiß Johannsson, der die Hoffnung aber trotzdem noch nicht ganz aufgegeben hat: „Ich gebe jeden Tag alles und würde das Trikot sehr gerne noch ein letztes Mal tragen.“

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Johannsson-Zukunft ungewiss: „Noch ist nichts konkret“

Wie es in der kommenden Spielzeit weitergeht, weiß der US-Amerikaner noch nicht. Zuletzt wurde er in einem vagen Gerücht mit Hannover 96 in Verbindung gebracht, was nach Informationen der DeichStube aber keine heiße Spur ist. Einen Markt dürfte es für den spielstarken Angreifer allerdings geben. „Mein Berater spricht im Moment mit vielen Vereinen, aber noch ist nichts konkret“, sagte Johannsson, der schon mehrfach betont hatte, gerne in Deutschland bleiben zu wollen. Ein Ausschlusskriterium ist das für ihn aber nicht. „Ich weiß, dass ich die Qualität für die Bundesliga habe, aber ich schaue in alle Richtungen“, sagte er – und fasste seine Wunschlösung zusammen: „Ich hoffe einfach, dass ein guter Verein auf mich setzt und ich das Vertrauen dieses Mal auch zurückzahlen kann.“

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