Werder-Verteidiger Robert Bauer freut sich sichtlich auf seinen Ex-Club Ingolstadt. - Foto: Gumz
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Werder-Verteidiger Robert Bauer freut sich sichtlich auf seinen Ex-Club Ingolstadt.

Warnung vor dem Pressing

Bauer und die Kontaktsperre zum WG-Kumpel Christiansen

Bremen - Robert Bauer (21) und Max Christiansen (20) sind richtig dicke Kumpel. Während ihrer gemeinsamen Zeit beim FC Ingolstadt lebten die Zwei in einer WG und hatten als weitere Mitbewohnerin eine Katze.

„Die ist inzwischen bei Max’ Mutter“, sagt Bauer und lächelt. Es war eine gute Zeit in Bayern – privat wie sportlich. Doch dann entschied sich Bauer, in den Norden zu wechseln. Zu Werder. Am Samstag (15.30 Uhr) sehen sich Bauer und Christiansen im Weserstadion wieder. Als Gegner – und deshalb wird der Kontakt bis zum Wochenende auch eingestellt. 

Bauer: „Natürlich freue ich mich darauf, die ganzen Jungs wiederzusehen. Auch auf Max. Wir sind mehr als nur Kollegen, richtig gute Freunde, haben uns nach meinem Wechsel schon öfter getroffen. Und wir werden uns bestimmt auch unterhalten, aber erst nach dem Spiel.“

Abstiegskampf kann blockieren

Vorher soll nichts die Konzentration stören. Zu wichtig ist dieses Kellerduell, sowohl für den Drittletzten Werder als auch für den Vorletzten Ingolstadt. Die Gesamtsituation in Bremen ist erneut alarmierend, das beschäftigt natürlich auch Bauer. Er versucht aber, den Abstiegskampf (den er im Profibereich noch nicht am eigenen Leib gespürt hat) nicht zu sehr an sich heranzulassen: „Das kann auch blockieren. Ich lese so wenig wie möglich.“ 

Seine Marschroute: Er will sich auf das Wochenende freuen – und dazu hat er gute Gründe. Zum einen geht es gegen seinen Ex-Club, an den er ausschließlich gute Erinnerungen hat: „Erst der Aufstieg, dann der souveräne Klassenerhalt in der Bundesliga – das waren zwei besonders schöne Jahre.“ Zum anderen darf sich Bauer darauf einstellen, erneut – und auf seiner Lieblingsposition als Rechtsverteidiger – in der Startelf zu stehen. 

Trotz einer eher durchwachsenen Leistung und dieser unglücklichen Szene beim 2:2 im Nordderby beim Hamburger SV, als er am langen Pfosten verharrte, anstatt Torschütze Michael Gregoritsch am kurzen zu attackieren. „Ich habe mit dem Chip und nicht mit dem Flachpass gerechnet. Es war eine 50:50-Entscheidung, im Nachhinein die falsche“, gesteht Bauer.

Insgesamt fand er seinen ersten Startelf-Einsatz seit acht Wochen und den insgesamt siebten in dieser Saison „ganz okay. Auch die Trainer waren zufrieden mit mir. Ich weiß aber, dass es noch besser geht.“

Zeit auf der Bank schwierig

Dass er so lange auf der Bank sitzen musste (vier Mal in Folge über 90 Minuten) und der nicht gerade formstarke Theodor Gebre Selassie rechts verteidigen durfte, „war nicht einfach für mich. Eine schwierige Zeit“, sagt Bauer rückblickend: „Aber solche Phasen machen einen stärker. Man lernt daraus – nämlich geduldig und hart weiterzuarbeiten.“

Harte Arbeit ist auch ein gutes Stichwort für den Samstag. Bauer rechnet mit einer extrem kniffligen Aufgabe. Er hat den Aufwärtstrend der „Schanzer“ mitbekommen. Die vier Punkte, die der neue Trainer Maik Walpurgis (ersetzte Markus Kauczynski) in seinen ersten zwei Spielen geholt hat. Und die Rückkehr zur Attacke-Taktik, mit der Kauczynski-Vorgänger Ralph Hasenhüttl (inzwischen Leipzig) großen Erfolg gehabt hatte. 

Bauer: „Ingolstadt wird sich nicht hinten reinstellen, sondern versuchen, ein aggressives Pressing zu spielen.“ Da dürfe Werder – anders als zuletzt – nicht viele Fehler im Defensivbereich machen. Und wenn die Bremer dann noch den Kampf richtig annehmen, bestehe eine gute Aussicht auf Erfolg, glaubt Bauer – denn: „Die höhere individuelle Klasse haben wir.“

mr

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