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Den Blick nach vorne gerichtet: Heißt das nächste Ziel von Thomas Delaney Premier League?

Däne liebäugelt mit England-Wechsel

Berater zu Besuch bei Werder – Wie lange ist Delaney noch zu halten?

Bremen - Thomas Delaney und Werder – es ist vielleicht nur noch eine Zusammenarbeit auf Zeit, auf sehr kurze Zeit sogar. Der Däne hat schon mehrfach betont, dass sein Ziel England heißt. Die Premier League ist sein großer Traum.

Nach Informationen der DeichStube würde Delaney Bremen im Sommer gerne verlassen, wenn ihm ein gutes Angebot von der Insel vorliegt. Werder ist durchaus gesprächsbereit, weil sich der 26-Jährige in dieser Sache bislang tadellos verhalten hat. Am Freitagmittag empfing Sportchef Frank Baumann Delaneys Berater Michael Stensgaard.

Auf eine Tasse Kaffee mit Delaneys Berater

„Es ging nicht nur um Thomas, wir haben auch über andere Spieler gesprochen. Konkret war nichts. Ich war gerade in der Nähe und da habe ich mit Frank Baumann und Tim Steidten (Leiter der Scoutingabteilung, Anm. d. Red.) einfach eine leckere Tasse Kaffee getrunken“, sagte Stensgaard anschließend der „Bild“-Zeitung. Er hat schließlich nicht nur Delaney unter Vertrag. Zum Beispiel auch Marcus Ingvartsen, einen großen Mittelstürmer (1,87 Meter). Der 22-Jährige stürmt in Belgien für KRC Genk.

Aber sehr wahrscheinlich wird es in Baumanns Büro im Weserstadion vorwiegend um Delaneys Zukunft gegangen sein. Schließlich ist die Saison bald rum, die WM steht fast schon vor der Tür. Da kann es nicht schaden, sich abzustimmen. Delaneys Vertrag läuft noch bis 2021, also lang genug, um eine ordentliche Ablöse fordern zu können. Werder hat vor eineinhalb Jahren etwas mehr als zwei Millionen Euro an den FC Kopenhagen überwiesen, um den dänischen Nationalspieler zu bekommen. Nun wird mit einer Ablösesumme im zweistelligen Bereich gerechnet – und zwar im mittleren. Darunter würde Werder Delaney nicht ziehen lassen, heißt es.

Auch ein Pokerspiel

Es ist auch ein kleines Pokerspiel: Delaneys Marktwert könnte durch starke Auftritte bei der WM erheblich steigen. Aber da gibt es auch das Beispiel Zlatko Junuzovic. Der Österreicher wollte die EM 2016 für sich als Bühne nutzen und verletzte sich dann früh. Damit hatte sich das Thema Wechsel für den Werder-Profi im Prinzip erledigt.

Was also tun bei Delaney? Wahrscheinlich abwarten. Aber nach der WM müsste dann schon Klarheit herrschen, um in der Vorbereitung nicht ständig Unruhe zu haben. Möglicherweise ging es im Gespräch mit Stensgaard auch genau darum. Sollte Delaney tatsächlich gehen, dann braucht Werder natürlich Ersatz. Und der ist nicht mal so zu bekommen. Delaney gehört im Mittelfeld zum Herz der Mannschaft, ist ein absoluter Leistungsträger.

Keine Top-Clubs an Delaney interessiert?

Interessant an der ganzen Geschichte: Bislang gab es noch keine Berichte, dass sich englische Top-Clubs für Delaney interessieren. Möglicherweise erhöht das die Bremer Chance auf einen Verbleib des Dänen, der sicherlich auch eine gute sportliche Perspektive anstrebt. Und was sagt Baumann zu einem möglichen Wechsel des Dänen? Der Sportchef gibt sich im Fall Delaney betont gelassen: „Wir sind komplett entspannt. Im Fußball sollte man nie etwas ausschließen. Aber Thomas drängt nicht weg, er identifiziert sich komplett mit Werder. Außerdem besitzen wir einen Vertrag.“

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