Ömer Toprak (links) musste das Dienstagstraining bei Werder Bremen nach einem Schlag auf sein Knie vorzeitig beenden.
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Ömer Toprak (links) musste das Dienstagstraining bei Werder Bremen nach einem Schlag auf sein Knie vorzeitig beenden.

Hohe Intensität bei Werder gefordert

Reibung statt Kuschelkurs bei Werder Bremen: Ömer Topraks Ärger und Ole Werners Wunsch

Als Ömer Toprak am Dienstag vorzeitig vom Trainingsplatz stapfte, da lag etwas in der Luft. Nicht nur die Angst vor einem verletzungsbedingten Ausfall des Abwehrchefs, sondern zumindest auch eine kleine atmosphärische Störung. Mag die Stimmung im Bremer Lager noch so gut sein, zumindest in diesem Moment zeigte sich, dass bei allem Erfolg nicht nur die Glückseligkeit beim SV Werder regiert. Daran ließ Toprak, der leicht angesäuert auch noch sein Leibchen auf den Rasen pfefferte, mit seiner Reaktion keinen Zweifel.

Ole Werner hatte die Szene selbstverständlich mitbekommen. Und der Trainer des SV Werder Bremen brachte durchaus Verständnis dafür auf, dass sich die Miene seines Defensivakteurs verfinstert hatte. „In dem Fall war es so, dass er einen Schlag aufs Knie bekommen hat. Das kann wohl jeder nachvollziehen, dass er davon nicht begeistert war, wenn er dann auch noch das Training abbrechen muss“, meinte Werner. Zum Bremer Glück sprang keine größere Blessur dabei heraus, Ömer Toprak stand an den Folgetagen wieder ganz normal auf dem Platz und soll das am Samstag im Heimspiel von Werder Bremen gegen den FC Ingolstadt (13.30 Uhr, im Live-Ticker der DeichStube) erneut tun.

Werder Bremen: Ömer Toprak muss Training nach einem Schlag auf sein Knie vorzeitig beenden

Wer genau Ömer Toprak die Schmerzen zugefügt hatte, war auf die Schnelle nicht mehr zu rekonstruieren. Was aber auch nicht sonderlich wichtig war. Vielmehr war es der Beweis dafür, dass es bei Werder Bremen gern rauer zugehen darf. „Reibung gehört immer dazu, Reibung haben wir auch in all den Wochen gehabt“, sagte Ole Werner. „Unabhängig von dieser Situation brauchen wir sie auch. Dadurch entsteht immer Entwicklung. Es ist wichtig, dass wir uns unter der Woche als Gruppe in eine Position bringen, in der wir uns die Schärfe für den Spieltag erarbeiten.“

Werder Bremen: Ole Werner fordert hohe Intensität - und ist mit der Trainingswoche „nicht unzufrieden“

Ömer Toprak bekam das am vergangenen Dienstag zu spüren. Da kann man sich abseits des Platzes noch so gut mit den Teamkollegen verstehen. Zumal Trainer Ole Werner die hohe Intensität ja einfordert, er notfalls selbst mit klaren Ansagen seinen Kader auf Vordermann bringt, wenn ihm in einer Einheit mal der Pfiff fehlt. „Ich war mit der Trainingswoche nicht unzufrieden“, betonte er zwar, meinte aber auch: „Gerade bei Übungen in Turnierformen haben wir immer eine Aggressivität drin. Da ist es auch wichtig, wenn von außen oder von den Spielern selbst Feuer hineingegeben wird.“ Denn gewinnen, das wollen sie bei Werder Bremen alle. Vor allem am Wochenende, aber auch jedes noch so kleine Spielchen im Training. (mbü) So dürfte indes die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den FC Ingolstadt 04 aussehen!

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