Leonardo Bittencourt wird dem SV Werder Bremen gegen den FC Ingolstadt gelbgesperrt fehlen.
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Leonardo Bittencourt wird dem SV Werder Bremen gegen den FC Ingolstadt gelbgesperrt fehlen.

Gelb-Sperre für Bittencourt gegen Ingolstadt

Leonardo Bittencourt gesperrt - Werder-Trainer Ole Werner: „Das tut uns schon weh“

Rostock - Und plötzlich war der Fuß dort, wo er nichts zu suchen hat, nämlich dem Gesicht des Gegenspielers gefährlich nahe - eine Aktion, für die Leonardo Bittencourt während Werders Bremens Auswärtsspiel beim FC Hansa Rostock (2:1) nach 58 Minuten zurecht die Gelbe Karte kassierte. Was im Grunde genommen nicht weiter erwähnenswert gewesen wäre, hätte es sich dabei nicht um seine fünfte Verwarnung in der laufenden Zweitligasaison gehandelt. Heißt: Im kommenden Heimspiel gegen den FC Ingolstadt (Samstag, 13.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) muss der 28-Jährige zuschauen. 

„Das tut uns schon weh“, haderte Werder-Trainer Ole Werner, „denn Leo ist ein extrem wichtiger Spieler für uns. Er macht uns besser, wenn er auf dem Platz steht“. Das Fehlen von Leonardo Bittencourt wird nun zur großen Chance für die Reservisten des SV Werder Bremen. Erster Anwärter auf den Posten auf der Achterposition an der Seite von Romano Schmid dürfte Niklas Schmidt sein, der unter Werner bisher noch nicht von Anfang an spielen durfte. Auch Nicolai Rapp und sogar der gerade erst wieder genesene Nick Woltemade können sich Chancen ausrechnen. „Wir werden versuchen, Leo durch einen Spieler zu ersetzen, der in Rostock nicht von Anfang an gespielt hat“, kündigte Werner an, ehe er betonte: „Und das werden wir auch hinbekommen.“

Gelb-Sperre: Leonardo Bittencourt fehlt Werder Bremen gegen Ingolstadt

Positiver Nebeneffekt der Gelb-Sperre von Leonardo Bittencourt: Rechtzeitig zum Nordderby gegen den Hamburger SV (Sonntag, 27. Februar, 13.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) ist der Mittelfeldspieler dann wieder einsatzberechtigt. Und im Training hat Leonardo Bittencourt gezeigt, dass er schon heiß auf das Nordderby gegen den HSV ist. Bei Marvin Ducksch, Romano Schmid und Ilia Gruev könnte das anders aussehen. Sie alle gehen mit vier Gelben Karten vorbelastet in das Spiel gegen den FC Ingolstadt, in dem voraussichtlich auch Marco Friedl Werder Bremen fehlen wird. (dco)

Letzte Meldung vom 8. Februar 2022:

„Gelbe Gefahr“: Zwei Profis droht Sperre, aber der SV Werder Bremen schließt Tricks aus

Wenn Werder Bremen am Freitag bei Hansa Rostock antritt, dann spielt die „Gelbe Gefahr“ wieder mit. In Marvin Ducksch und Leonardo Bittencourt stehen zwei Mitglieder der Stammformation knapp vor einer Sperre, beide haben aktuell vier Gelbe Karten auf dem Konto, müssten deshalb bei einer weiteren Verwarnung ein Spiel zugucken. Zudem ist auch Reservist Ilia Gruev maximal vorbelastet. 

Werder Bremen live im TV und im Livestream gegen den FC Ingolstadt: So seht Ihr das Spiel im Fernsehen!

Das Schlimmste wäre es wohl, wenn Mittelfeldantreiber Leonardo Bittencourt und Top-Torjäger Marvin Ducksch zeitgleich gesperrt wären. Fatal sogar, wenn es am 27. Februar im Nordderby beim Hamburger SV so wäre. Doch diesem Risiko setzt sich Werder Bremen aus, muss sich Werder aussetzen. Ein Gegenmittel wäre es zwar, wenn sich Leonardo Bittencourt und Marvin Ducksch jetzt gezielt für ein bestimmtes Spiel eine Sperre abholen, dergleichen hat es im Fußball schon das ein oder andere Mal gegeben.

Werder Bremen-Ex-Kapitän Zlatko Junuzovic muss Red Bull Salzburg verlassen - Rückkehr zu den Grün-Weißen?

Werder Bremen: Fünfte Gelbe Karte? Marvin Ducksch und Leonardo Bittencourt droht Sperre!

Nur kurz sei an dieser Stelle an die Sperren für Zlatko Junuzovic und Clemens Fritz in der Saison 2015/16 für die Partie gegen Bayern München erinnert. Zumindest in Junuzovics Fall war sie absichtlich herbeigeführt, Geldstrafen vom DFB gab es aber für beide, Junuzovic und Werder Bremen. Dass Marvin Ducksch und Leonardo Bittencourt sich nun gegen Hansa Rostock die jeweils fünfte Gelbe Karte abholen könnten, um gegen Zweitliga-Schlusslicht FC Ingolstadt zu fehlen und gegen den HSV definitiv spielen zu können, sei jedoch ein hanebüchener Gedanke, sagt Clemens Fritz in seiner Funktion als Leiter Profi-Fußball. „Nein, so etwas machen wir nicht“, erklärt er und fügt die nahenden Sperren betreffend an: „Es kommt, wie es kommt.“

(Verfolgt das Zweitliga-Duell von Werder Bremen gegen Hansa Rostock live im TV oder im Live-Stream!)

Marvin Ducksch spielt schon seit Spieltag zwölf mit vier Gelben Karten, Leonardo Bittencourt erst seit einer Partie. „Zwangsläufig“ werden die Sperren irgendwann aber kommen, meint Clemens Fritz: „Wir erreichen jetzt die Phase der Saison, in der wir auch durch Sperren Ausfälle haben werden.“ Dann müssen bei Werder Bremen eben andere ran – egal, wie der Gegner heißt. Fritz: „Deshalb betonen wir ja auch immer wieder, dass alle Spieler in unserem Kader wichtig sind.“ Ole Werner hatte gerade erst die Reservisten gelobt und betont, wie wichtig die Ersatzspieler für den Erfolg der Mannschaft seien. (csa) Lest auch: Werder Bremen-Aufstellung gegen Hansa Rostock: Rutscht Lars Lukas Mai in die Startelf?

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