Werder Bremen-Profi Leonardo Bittencourt ist nach seiner abgesessenen Gelbsperre gegen Ingolstadt schon heiß auf das Nordderby gegen den HSV.
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Werder Bremen-Profi Leonardo Bittencourt ist nach seiner abgesessenen Gelbsperre gegen Ingolstadt schon heiß auf das Nordderby gegen den HSV.

Werder-Profi ist heiß aufs Nordderby

So wichtig für Werder Bremen: Leonardo Bittencourt ist jetzt schon im HSV-Modus

Bremen – Als die Reservisten des SV Werder Bremen am Sonntag zum Spielersatztraining gingen, lief einer fast schon demonstrativ vorneweg, der sonst nicht dabei ist: Leonardo Bittencourt. Der 28-Jährige ist eigentlich Stammspieler, darf sich am Tag nach einem Einsatz erholen, doch die Partie gegen den FC Ingolstadt hatte er wegen einer Gelbsperre verpasst. Bittencourt nutzte die ungewohnte Bühne, um großen Tatendrang zu versprühen – fast schon als Ansage für das anstehende Nordderby am Sonntag beim Hamburger SV. Der Mittelfeldspieler kämpfte, als ginge es schon um den Derbysieg. 

„Seine Mentalität brauchen wir“, meinte Clemens Fritz als Leiter Profifußball bei Werder Bremen: „Man hat ja schon zu Beginn der Saison gesehen, wie sehr er uns gefehlt hat – jetzt auch wieder. Leo ist extrem wichtig.“ Verletzungsbedingt hatte Leonardo Bittencourt die ersten neun Spiele nur zugeschaut. Mit ihm in der Startelf verlor Werder anschließend nur ein Spiel, sieben Mal gab es einen Sieg, zwei Mal ein Unentschieden. Dazu besorgte er als Joker in Nürnberg den 2:1-Siegtreffer. Insgesamt bringt er es in dieser Saison auf zwei Tore und zwei Assists – eigentlich etwas wenig für einen erfahrenen Bundesligaspieler (206 Einsätze) seiner Güte. Doch sein Wert liegt in der 2. Liga vor allem darin, unangenehm und ekelig zu sein. Ex-Profi Rodolfo Cardoso bezeichnete Bittencourt sogar als „Drecksau im positiven Sinne“. Gleichzeitig haben die Gegner großen Respekt davor, dass Leonardo Bittencourt dann auch noch seine spielerische Klasse auf den Platz bringt.

Auch interessant: Das Nordderby zwischen dem HSV und Werder Bremen darf vor nun doch deutlich mehr Zuschauern ausgetragen werden!

Werder Bremen: Leonardo Bittencourt offensichtlich schon richtig heiß auf das Nordderby gegen den HSV

Nordderbys sind dabei wie gemacht für einen emotionalen Spieler wie ihn, der gerne auch mal gestenreich das Publikum zur Stimmungsmache auffordert. Dabei feiert er am Sonntag tatsächlich seine Premiere in diesem brisanten Duell, dem mindestens 10.000 Zuschauer im Volksparkstadion und auch einige Werder-Fans beiwohnen dürfen. Im Hinspiel fehlte Leonardo Bittencourt, der seit 2019 grün-weiß trägt, verletzungsbedingt, davor gab es durch den Abstieg des HSV eine Derby-Pause. Jetzt darf der Deutsch-Brasilianer für Werder Bremen ran gegen den HSV – und ist dabei ganz offensichtlich schon jetzt richtig heiß. Das gilt auch für Werder-Profi Nicolai Rapp, der die Derbyniederlage beim HSV aus der Hinrunde wettmachen will - doch auch die Hamburger sind heiß aufs Nordderby. (mbü, kni)

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