Marvin Ducksch (am Ball) traf zum siebten Mal in Folge für den SV Werder Bremen - das gelang seit Rudi Völler in der Saison 1982/83 keinem Bremer mehr.
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Marvin Ducksch (am Ball) traf zum siebten Mal in Folge für den SV Werder Bremen - das gelang seit Rudi Völler in der Saison 1982/83 keinem Bremer mehr.

Ducksch so gut wie kein Werder-Stürmer seit 40 Jahren

Sieben Tore in Serie: Marvin Ducksch stellt 40 Jahre alten Völler-Rekord ein

Rostock – Nein, er wusste nicht, worum es geht. Nicht mal ansatzweise. Und deshalb sagte es Marvin Ducksch auch frei heraus: „Nee, weiß ich nicht.“ So lautete die Antwort des Werder-Stürmers auf die Frage eines TV-Reporters, ob er denn wisse, dass er während des 2:1-Erfolgs bei Hansa Rostock eine historische Werder-Bestmarke eingestellt hatte. Ducksch zuckte noch kurz mit den Schultern, ehe die Erklärung folgte: Seit Rudi Völler in der Saison 1982/83 war es keinem Bremer Spieler mehr gelungen, in sieben aufeinanderfolgenden Spielen zu treffen – bis Ducksch kam und am Freitagabend nach 54. Minuten im Ostseestadion per Traumtor die Führung für Werder Bremen besorgte.

Als „eine große Ehre“ bezeichnete es der 27-jährige Stürmer des SV Werder Bremen, nun zumindest in einer kleinen Statistik mit dem großen Rudi Völler gleichgezogen zu haben. Der hatte damals in Serie in der Bundesliga gegen Leverkusen, Bielefeld, Frankfurt, Bochum, die Bayern, den HSV und Gladbach jeweils ein Mal getroffen. Marvin Duckschs Weg durchs Unterhaus zur Einstellung des Clubrekords liest sich so: Aue, Regensburg, Hannover, Düsseldorf, Paderborn, Karlsruhe und nun eben Rostock.

Tor-Serie: Werder Bremen-Stürmer Marvin Ducksch zieht mit Rudi Völler gleich

„Es war auf dem Platz nicht ganz so einfach“, sagte der Stürmer über die Entstehung seines jüngsten Traumtores – und erklärte: „Ich dachte mir, bevor ich den Ball auf dem Boden nochmal annehme, haue ich lieber drauf.“ Gute Entscheidung. Nach perfekter Flugbahn schlug die Kugel genau im Winkel ein. Ein Treffer, ganz ähnlich dem, den Marvin Ducksch während des 4:3-Sieges des SV Werder Bremen in Paderborn erzielt hatte, dem wegen einer Abseitsstellung aber die Anerkennung verweigert worden war.

„Ich freue mich darüber, dass wir Marvin haben und dass er diese Serie hat“, sagte Trainer Ole Werner. Dann fügte der 33-Jährige mit Blick auf den uralten Völler-Rekord schmunzelnd an, dass er den Weltmeister von 1990 „auf dem Platz nicht mehr wirklich mitbekommen“ habe. Fest steht so oder so: Rudi Völler veredelte seine Torserie – die er übrigens ebenfalls in seiner ersten Saison im Trikot des SV Werder Bremen aufstellte – damals bis zum Ende der Spielzeit auf 23 Treffer. Könnte für Marvin Ducksch ja durchaus als Zielsetzung taugen. (dco)

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