Das Nordderby zwischen Werder Bremen und dem HSV durften in der Hinrunde 21.000 Zuschauer im Weserstadion verfolgen - wie viele Fans nun in Hamburg dabei sein dürfen, ist noch unklar.
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Das Nordderby zwischen Werder Bremen und dem HSV durften in der Hinrunde 21.000 Zuschauer im Weserstadion verfolgen - wie viele Fans nun in Hamburg dabei sein dürfen, ist noch unklar.

Keine Sondergenehmigung für Werder-Nordderby beim HSV

Werder vor kleinerer Kulisse: HSV darf offenbar keine 25.000 Fans zum Nordderby lassen

Bremen - Wenn der SV Werder Bremen am Sonntag (13.30 Uhr) beim Hamburger SV antritt, dann werden auf jeden Fall 10.000 Zuschauer im Volksparkstadion live dabei sein. Das steht bereits fest. Bei den Gastgebern spekuliert man jedoch noch darauf, dass sogar weitaus mehr Fans kommen dürfen, doch die jüngsten Signale aus der Politik geben wenig Anlass zur Hoffnung. „Das wäre aus meiner Sicht eine Abkehr vom MPK-Beschluss“, sagte Hamburgs Sportstaatsrat Christoph Holstein am Montag.

Die Ministerpräsidenten hatten sich während der jüngsten Bund-Länder-Konferenz darauf verständigt, dass es ab dem 20. März wieder volle Stadien geben soll. Bereits vorher, ab dem 4. März, sind erste Lockerungen geplant, um die Tribünen zu füllen. Beim HSV hatte man sich darum bemüht, mithilfe einer Ausnahmeregelung schon vorher bis zu 25.000 Fans einen Besuch des Nordderbys gegen den SV Werder Bremen zu ermöglichen. Diese mehrtägige Diskrepanz ist der Politik nun jedoch offenbar zu heikel.

Werder Bremen gegen HSV: Auch Werder-Fans können an Tickets kommen

Anders als gegen Werder Bremen sieht es übrigens für das DFB-Pokalspiel des Hamburger SV in der kommenden Woche gegen den Karlsruher SC aus. Dort könnte die Sonderregelung greifen, eine Entscheidung will der Senat am Dienstag treffen. „Es gibt das aufrichtige Bemühen, dem HSV schon für das Pokalspiel am 2. März so viele Zuschauer zu gestatten, wie nach dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz erst für den 4. März vorgesehen sind“, sagte Holstein. Dabei sei die Entwicklung der Corona-Inzidenzen zu berücksichtigen, die ein „Stück weit Freiheit bei den Lockerungsschritten“ zuließe, erklärte er.

Sollte es also bei den 10.000 Fans für das Nordderby bleiben, gehen Anhänger des SV Werder Bremen trotzdem nicht komplett leer aus. Wie Werder bereits mitteilte, können sich interessierte Mitglieder und Dauerkarteninhaber beim Ticketportal der Vereins-Internetseite in eine Warteliste eintragen. Die Karten für das Spiel beim HSV werden anschließend verlost. (mbü)

Nordderby gegen den HSV: So kommen Werder Bremen-Fans jetzt an Karten

Weiter mit der letzten Meldung:

Bremen - Es ist kein Spiel wie jedes andere. Wenn das Nordderby zwischen dem SV Werder Bremen und dem Hamburger SV ansteht, dann ist das Interesse daran groß. Vor allem bei den Fans. Meist gibt es mehr Ticketwünsche, als die jeweiligen Arenen überhaupt Plätze bieten. In Zeiten der Pandemie ist der Kampf um die Eintrittskarten logischerweise noch größer. Beim HSV wurde der Vorverkauf deshalb schon nach dem Vorgriffsrecht der Dauerkartenpfand-Inhaber beendet. Wie der Traditionsverein bereits am Freitag vermeldete, waren die verfügbaren 10.000 Tickets im Eiltempo vergriffen. Für Werder-Fans gibt es aber noch Hoffnung.

Wie die Bremer mitteilten, können sich interessierte Mitglieder und Dauerkarteninhaber beim Ticketportal auf der vereinseigenen Internetseite in eine Bestellliste eintragen, anschließend werden die Gäste-Karten für das Nordderby beim HSV verlost. Eine Einschränkung gibt es aber doch: „Zu beachten gilt für alle Bewerber:innen, dass es bisher noch keinen Beschluss darüber gibt, wie viele Zuschauer:innen im Hamburger Volksparkstadion dabei sein dürfen“, schreibt Werder Bremen in einer Mitteilung. „Da diese Entscheidung voraussichtlich erst Mitte der kommenden Woche eintreffen wird, erfolgt die Benachrichtigung über die Auslosung der Tickets sehr kurzfristig.“ Folglich ist aktuell auch unklar, welche Preiskategorie am Ende für die Werder-Fans, die sich nach dem 1:1-Remis gegen Ingolstadt entspannt zeigten, zum Tragen kommt.

Werder Bremen gegen den HSV: Bislang nur 10.000 Fans für das Nordderby im Volksparkstadion zugelassen

Nach aktueller Verordnungslage sind maximal die erwähnten 10.000 Besucher im Volksparkstadion zugelassen. Erst im kommenden Monat sollen bundesweit in zwei Schritten (4. und 20. März) die Tribünen wieder voller besetzt werden dürfen. Beim Hamburger SV hoffen sie allerdings, dass schon jetzt mehr Fans zugelassen werden. Seit mehreren Wochen betonen die dortigen Verantwortlichen, dass man sich im Nordderby gegen den SV Werder Bremen eine Auslastung von 25.000 bis 30.000 Zuschauern in der 57.000 Plätze bietenden Arena zutraue. Auch deshalb teilte der Club nun mit: „Sollte der HSV in den kommenden Tagen eine Genehmigung für eine Kapazitätserweiterung erhalten, würde der Kartenverkauf schnellstmöglich mit dem Vorverkauf an Vereinsmitglieder fortgesetzt werden.“ Die Vorfreude auf das Nordderby beim HSV steigt bei Werder jedenfalls schon an. (mbü)

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