Mitchell Weiser (links) erhielt bei Werder Bremen gegen Hansa Rostock erneut den Vorzug vor Jean-Manuel Mbom.
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Mitchell Weiser (links) erhielt bei Werder Bremen gegen Hansa Rostock erneut den Vorzug vor Jean-Manuel Mbom.

Startelf-Duell bei Werder

Zweiter Startelf-Einsatz bei Werder Bremen in Folge: Wieso Weiser Mbom wieder als Agu-Ersatz ausstach

Bremen/Rostock - Beinahe, ja beinahe hätte es mit dem zweiten Saisontreffer geklappt. Doch Mitchell Weiser scheiterte an Rostocks Torhüter Markus Kolke. Es war die mit Abstand gefährlichste Szene des SV Werder Bremen im ersten Durchgang beim Gastspiel an der Ostsee – und es war auch die mit Abstand auffälligste Aktion des Rechtsaußen. Weiser hatte in Abwesenheit des noch immer fehlenden Felix Agu (Probleme an der Patellasehne) abermals den Startelf-Vorzug vor Manuel Mbom erhalten, zeigte dabei eine solide Partie ohne größere Ausreißer nach oben oder unten. Trotzdem taugt die Partie als Indiz dafür, dass Weiser womöglich doch noch bei Werder zum Faktor wird.

„Es ist wichtig für uns, dass er in einen Rhythmus kommt, weil er eben in der Zeit, für die ich hier sprechen kann, immer mal wieder raus war“, sagte Trainer Ole Werner. Mitchell Weiser bereitete vor allem Probleme, dass er als ungeimpfter Profi immer dann in die Quarantäne musste, wenn sich ein Teamkollege bei Werder Bremen mit dem Coronavirus infiziert hatte. Obendrein wurde der 27-Jährige selbst zweimal binnen kürzester Zeit positiv getestet und musste in die Isolation. Keine allzu optimale Ausgangslage für die Leihgabe von Bayer 04 Leverkusen, um sich konstant in den Vordergrund zu drängen. Zumindest nicht sportlich. Da erscheint es fast schon kurios, dass Mitchell Weiser seit seinem Wechsel an die Weser trotz all der negativen Begleitumstände in 14 von 17 möglichen Liga-Partien zum Einsatz kam – wenn auch nicht immer allzu lang.

Werder Bremen: Mitchell Weiser erhält von Trainer Ole Werner den Vorzug vor Jean-Manuel Mbom

Das änderte sich zuletzt jedoch schlagartig. Der Chefcoach des SV Werder Bremen vertraut Mitchell Weiser, der gegen Ingolstadt den Vorzug vor Felix Agu erhielt, und lieferte auch die Begründung für dessen abermaligen Einsatz in der Anfangsformation. „Ich finde, dass er ein sehr vernünftiges Spiel in der letzten Woche gemacht hat“, erklärte Ole Werner mit Blick auf den vorherigen 2:1-Heimsieg gegen Karlsruhe. Dort hatte Weiser bereits den Vorzug vor Jean-Manuel Mbom erhalten. „Auch Manu hat da nach der Einwechslung gut funktioniert. Das Argument war für mich, dass wir auf der einen Seite in Anthony Jung einen Spieler haben, der defensiv seine Stärken hat, auch wenn er immer mehr seine offensiven Qualitäten entdeckt. Dem wollte ich mit Mitch auf der anderen Seite jemanden entgegensetzen, der offensiv seine Stärken hat.“ Zumal Mitchell Weiser seine Sache bei Werders 2:1-Sieg gegen Hansa Rostock ordentlich machte und die DeichStuben-Note 3 erhielt. (mbü) Lest auch: Verletztes Werder Bremen-Trio nimmt Anlauf - So ist der Stand bei Felix Agu, Milos Veljkovic und Marco Friedl!

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