Hubertus Hess-Grunewald, Präsident des SV Werder Bremen, hat das russische Vorgehen in der Ukraine verurteilt und sorgt sich um zwei Schachspieler und Ex-Profis des Vereins.
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Hubertus Hess-Grunewald, Präsident des SV Werder Bremen, hat das russische Vorgehen in der Ukraine verurteilt und sorgt sich um zwei Schachspieler und Ex-Profis des Vereins.

Werder Bremen über Russland-Ukraine-Krieg

Werder-Präsident Hess-Grunewald verurteilt russische Attacke und sorgt sich um zwei Schachspieler des Vereins

Bremen – Russland führt einen Angriffskrieg gegen sein Nachbarland, die Ukraine – entsprechende Nachrichten und Bilder von der russischen Invasion, von Bombenangriffen auf ukrainische Städte sowie von Truppenbewegungen erschüttern seit Donnerstag die Welt. Auch beim SV Werder Bremen haben sie große Fassungslosigkeit ausgelöst. „Wir sind erschüttert und betroffen. Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine herrscht Krieg mitten in Europa. Unser Mitgefühl und unsere Solidarität gilt den Menschen in der Ukraine!“, teilte der Zweitligist am Donnerstag in einem offiziellen Statement mit. Gegenüber der DeichStube hat sich Clubpräsident Hubertus Hess-Grunewald zudem eingehender zum Thema geäußert.

Der 61-jährige Präsident des SV Werder Bremen hatte – wie wohl die meisten Menschen in Deutschland – am Donnerstagmorgen von der russischen Invasion erfahren. „Es wird mir wahrscheinlich ergangen sein, wie ganz vielen Menschen, die die Nachricht über den russischen Angriff voller Bestürzung und Betroffenheit wahrgenommen haben und realisieren mussten, dass es einen Krieg in Europa gibt“, sagte er. Die Staatengemeinschaft hat bereits scharfe Sanktionen gegen Russland angekündigt. Auch die Fußballbranche hat inzwischen reagiert, was Hubertus Hess-Grunewald begrüßt.

So war etwa das Champions League Finale in diesem Jahr an die russische Stadt St. Petersburg vergeben. Die UEFA hat am Donnerstag angekündigt, es in ein anderes Land zu verlegen. Zudem wird die Europameisterschaft, die 2024 in Deutschland stattfinden soll, maßgeblich finanziell vom russischen Staatskonzern „Gazprom“ unterstützt, der darüber hinaus seit Jahren als Trikotsponsor des FC Schalke 04 in Erscheinung tritt. Werders Zweitliga-Rivale hat bereits angekündigt, ab sofort auf den Schriftzug des Unternehmens auf der Brust zu verzichten

Werder Bremen pflegt keine russischen Beziehungen - ist aber auf persönlicher Ebene vom Krieg in der Ukraine betroffen

Hubertus Hess-Grunewald zur Entscheidung der UEFA: „Das Finale kann nicht in einem Land stattfinden, das seinen Nachbarn militärisch angegriffen hat.“ Mit Blick auf das Schalker Vorgehen sagte er, dass er das „nicht unerhebliche wirtschaftlich-moralische Dilemma“ verstehen könne, in dem der Verein stecke: „Das gilt es nun weiter zu lösen. Ein erster Schritt ist vollzogen.“

Werder Bremen selbst pflegt laut Hess-Grunewald keinerlei Geschäftsbeziehungen nach Russland, ist dafür aber auf persönlicher Ebene vom Krieg in der Ukraine betroffen. In Alexander Areshchenko und Zahar Efimenko spielen gleich zwei Ukrainer in Werders Schach-Bundesligateam. Aktuell weiß der Verein nicht, wo sie sich aufhalten. „Wir hoffen natürlich, dass es ihnen gut geht“, sagte Hess-Grunewald und erklärte mit Blick auf den Saisonstart in einigen Wochen: „Wir haben die für unsere ukrainischen Spieler notwendige Einladung an sie geschickt und hoffen, dass sie Anfang März in Bremen sein werden.“

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Werder Bremen steht nicht in Kontakt zu Ex-Trainer Viktor Skripnik, der in der Ukraine arbeitet

Ebenfalls nicht in Kontakt steht der SV Werder Bremen aktuell zu seinem Ex-Profi und -Trainer Viktor Skripnik, der seit Sommer 2019 den ukrainischen Erstligisten Sorja Luhansk betreut. Das Team trägt seine Heimspiele schon lange nicht mehr in der inzwischen von Russlands Präsident Wladimir Putin als unabhängig anerkannten Region Luhansk aus, sondern aus Sicherheitsgründen rund 400 Kilometer weiter westlich in der Stadt Saporischschja. Nach Russlands Angriff wurde der Ligabetrieb in der Ukraine bis auf Weiteres ausgesetzt. Telefonisch war Skripnik auch für die DeichStube in den vergangenen Tagen nicht zu erreichen.

In Juri Maximov gibt es noch einen weiteren Ex-Werder-Spieler, der in der Ukraine als Trainer arbeitet (beim Erstligisten Vorskla Poltava). „Diese beiden ehemaligen Spieler zeigen, genau wie unsere Schachspieler, wie nah der Konflikt dann doch auf persönlicher Ebene an Werder Bremen herankommt“, betonte Hess-Grunewald. (dco)

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Russland attackiert die Ukraine: Werder Bremen zeigt sich „erschüttert und betroffen“

Bremen - Es sind Nachrichten und Bilder, die seit Donnerstagmorgen die Welt erschüttern: Russlands Präsident Wladimir Putin hat seine Drohung wahr gemacht und greift die Ukraine militärisch an. Beobachter melden Bombardierungen im gesamten Land, Panzer rollen über ukrainischen Boden. Auch beim SV Werder Bremen hat das russische Vorgehen große Fassungslosigkeit ausgelöst. Das brachte der Zweitligist am Donnerstag mit einem offiziellen Vereinsstatement auf seiner Internetseite zum Ausdruck. 

„Wir sind erschüttert und betroffen. Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine herrscht Krieg mitten in Europa. Unser Mitgefühl und unsere Solidarität gilt den Menschen in der Ukraine!“, teilt Werder Bremen mit und erinnert an eine eigene Reise in das osteuropäische Land: „Erst 2016 haben wir bei einem Besuch in Donetsk viele junge Ukrainer und Ukrainerinnen kennengelernt. Jetzt leben sie im Krieg! Wir denken an diesem Tag an sie, aber auch an alle Opfer von Krieg und Gewalt auf der Welt.“ Werder Bremen hatte sich damals in der Ukraine an der Ausbildung von jungen Menschen zu Übungsleitern beteiligt. 

Russland greift die Ukraine an: Werder Bremen gibt Stellungnahme ab und zeigt sich „erschüttert und betroffen“

Zudem pflegt Werder Bremen auch persönliche Beziehungen in das Land. Ex-Spieler und -Trainer Viktor Skripnik trainiert seit Sommer 2019 den ukrainischen Erstligisten Sorja Luhansk, der seine Heimspiele schon lange nicht mehr in der inzwischen von Putin und Russland als unabhängig anerkannten Region Luhansk, sondern aus Sicherheitsgründen rund 400 Kilometer weiter westlich in der Stadt Saporischschja austrägt. Telefonisch war Skripnik für die DeichStube in den vergangenen Tagen nicht zu erreichen. Ein Großteil seiner Familie lebt im Osten der Ukraine.

In Juri Maximov (spielte von 1997 bis 2001 für Werder Bremen) gibt es noch einen weiteren Ex-Bremer, der in der Ukraine als Trainer tätig ist. Seit Sommer 2019 betreut der 53-Jährige den Erstligisten Vorskla Poltava. (dco)

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