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Cedric Makiadi ist derzeit Co-Trainer bei der U17 von Werder Bremen und macht seinen Trainerschein.

Ex-Profi über Werder, Wolfsburg und seine Ziele

Makiadi: „Ich möchte nicht ewig Co-Trainer bleiben“

Bremen - Cedric Makiadi lacht, als er die Frage hört. Natürlich weiß er noch, was er am 13. Mai 2006 gemacht hat. Den Tag, an dem Mann zum Helden wird, vergisst man schließlich nicht.

34. Spieltag, Wolfsburg gegen Kaiserslautern, das ist Abstiegskampf pur. Beide Mannschaften stehen schon mit einem Bein in der Zweiten Liga. „Ich wusste, dass es um sehr viel geht, aber nervös war ich nicht. Ich habe einfach große Freude gespürt“, erinnert sich Makiadi im Gespräch mit der DeichStube.

Wolfsburgs Trainer Klaus Augenthaler bringt den 22-jährigen Jungprofi damals beim Stand von 0:1 zur zweiten Halbzeit für Hans Sarpei ins Spiel. 66. Minute: Makiadi trifft zum 1:1. 69. Minute: Makiadi bereitet das 2:1 von Diego Klimowicz vor. Am Ende reicht den Wolfsburgern ein 2:2 zum Klassenerhalt, Lautern steigt ab.

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Cedric Makiadi - früher Wolfsburg, heute Werder

„Es war ein besonderes Spiel in meiner Karriere“, betont Makiadi, dessen Weg später über Freiburg zu Werder führen sollte. Wenn die Bremer in der Bundesliga nun am Sonntag in Wolfsburg gastieren, sind die Sympathien des Ex-Profis klar verteilt: Er hält es mit Werder. Alles andere wäre auch komisch. Schließlich ist er seit Sommer Co-Trainer der Bremer U17.

„Die Arbeit macht mir Spaß“, sagt Makiadi, der die Mannschaft gemeinsam mit Chefcoach Christian Brand in der Junioren-Bundesliga betreut - als Trainer aber deutlich höhere Ambitionen hat. „Ich möchte nicht ewig Co-Trainer bleiben, sondern eines Tages eine eigene Mannschaft übernehmen“, sagt er. Das könne auch gerne im Jugendbereich sein.

Makiadi macht ersten Trainerschein

Damit das klappt, drückt der ehemalige Mittelfeldspieler, der zwischen 2013 und 2015 insgesamt 50 Einsätze für Werder bestritten hat, ab März fleißig die Schulbank. „Ich mache die DFB-Jugend-Elite-Lizenz“, erklärt er. Es ist sein erster Schritt auf dem Weg zum Cheftrainer.

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In Barsinghausen wird Makiadi dafür an mehreren Terminen lernen und sich schließlich prüfen lassen. Ende April will er die Lizenz dann in der Tasche haben. „Dann sehen wir weiter, ganz entspannt“, sagt Makiadi, der die Sache ohne Druck angeht. Das hat bei ihm ja schließlich schon mal geklappt. Am 13. Mai 2006.

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