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Yuning Zhang wurde am Mittwoch beim SV Werder Bremen vorgestellt.

Chinese bei Werder vorgestellt

Zhang: „Einer der größten Momente meines Lebens“

Bremen - Gestatten, Yuning Zhang. Werders neuer Chinese ist da - und stellte bei seiner Vorstellung klar, dass er mehr als ein Marketing-Gag sein will.

Schon mit seinen ersten Worten bei der Pressekonferenz am Mittwoch dürfte Yuning Zhang die ersten Sympathiepunkte bei den Werder-Fans gesammelt haben. Auf Deutsch sagte er: „Guten Morgen“, und schob etwas später hinterher: „Ich liebe dich.“ Klar, das ging an den Verein. Eine Freundin, verriet der 20-jährige Chinese wenig später, habe er nämlich zurzeit nicht.

Baumann: Zhang wird bei den Profis trainieren

Auch im weiteren Verlauf der Pressekonferenz wurde deutlich: Zhang ist stolz darauf, jetzt Spieler bei Werder Bremen zu sein. „Es ist einer der größten Momente meines Lebens, hier zu unterschreiben“, sagte der Stürmer und lobte die Qualität das europäischen Fußballs: „Ich spiele hier, weil ich unbedingt besser werden möchte.“

Sein Ziel? „Ich möchte auf dem Platz stehen und mich zeigen.“ Das ist keine Kampfansage, Zhang bleibt ganz bescheiden. Denn er wird wissen, dass sein Leistungs-Niveau noch nicht für die Bundesliga reicht. Werder-Sportchef Frank Baumann kündigte aber an: „Yuning wird komplett bei den Profis trainieren. Wir hoffen, dass er den Konkurrenzkampf anheizt.“

Zhang: „Möchte den Verein noch bekannter machen“

Laut Baumann soll sich Zhang in den kommenden zwei Jahren so entwickeln, dass er den Schritt in die Bundesliga schaffen kann. Ob er auch bei der U23 in der Dritten Liga zum Einsatz kommen darf, ist noch unklar. „Es gibt noch keine Spielberechtigung“, sagte Baumann. In Spielklassen unterhalb der Zweiten Liga brauchen Spieler aus Nicht-EU-Ländern eine besondere Erlaubnis. Die versucht Werder jetzt im Austausch mit dem Deutschen Fußball-Bund und der Ausländerbehörde zu bekommen.

Klar ist dennoch: Zhang, den Werder für zwei Jahre von West Bromwich Albion ausleiht, wurde nicht nur aus sportlichen Gründen geholt. Dass es Werder auch auf große Marketing-Chancen in China hofft, deutete selbst Zhang an: „Werder ist in China sehr bekannt, aber ich möchte dazu beitragen, den Verein noch bekannter zu machen.“

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