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Der Oberschenkel machte Claudio Pizarro einen Strich durch seinen ersten Startelf-Einsatz für den 1. FC Köln.

Kein schönes Werder-Wiedersehen

Pizarro: Krankenhaus statt Tor-Erfolg

Köln - Es war die ganz große Geschichte vor dem Spiel: Claudio Pizarro tritt im Trikot des 1. FC Köln gegen seinen Ex-Club Werder Bremen an – ein Treffer des 39-jährigen Stürmers war ihm Vorfeld fast schon beschrien worden. Dann kam alles anders.

Pizarro, eigentlich für die Startelf eingeplant, verletzte sich beim Aufwärmen kurz vor dem Spiel und konnte wegen Oberschenkelproblemen nicht mitwirken. Für den Peruaner rückte der Franzose Sehrou Guirassy in die Anfangsformation der Gastgeber und avancierte zum auffälligsten Mann auf dem Platz – weil er eine Vielzahl bester Torchancen nicht nutzte.

Pizarro-Ersatz Guirassy verfehlt das leere Tor

Höhepunkt der Glücklos-Guirassy-Show war die Szene aus der 86. Minute, als der 21-Jährige den Ball aus zwei Metern nicht im leeren Tor unterbrachte. Schwer vorstellbar, dass auch Pizarro diesen Ball nicht verwertet hätte. „Der hätte wahrscheinlich...“, setzte Werders Kapitän Zlatko Junuzovic nach dem Schlusspfiff an, brachte den Satz dann aber lieber nicht zu Ende: „Das lassen wir lieber.“

Der Österreicher unterhielt sich nach der Partie in den Katakomben des Kölner Stadions lange mit seinem alten Mitspieler Pizarro, der danach auch der Bremer Kabine noch einen kurzen Besuch abstattete. Liebend gerne hätte Werders Rekordtorschütze gegen die Bremer getroffen. So nahm der Tag für ihn ein eher unerfreuliches Ende.

Noch am frühen Abend ging es für den Routinier für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus. „Ich kann noch nicht sagen, was es ist“, erklärte Pizarro, ehe er an der Seite eines Physiotherapeuten verschwand. Eine Kernspinuntersuchung bestätigte später den Verdacht einer Muskelverletzung.

Fotostrecke: Werder verpasst Sieg im Kellerduell

Werder Bremen gegen den 1. FC Köln
Platz 17 und 18 - für die beiden Trainer ging es um Alles. Sowohl Peter Stöger als auch Alexander Nouri konnten noch keinen Sieg feiern.  © dpa
Werder Bremen gegen den 1. FC Köln
Bei Werder stellte Nouri zum Köln-Spiel taktisch um, der überraschend zurückgekehrte Max Kruse blieb allerdings zunächst auf der Bank. © Gumz
Werder Bremen gegen den 1. FC Köln
Ex-Werderaner Claudio Pizarro machte sich zwar warm, mit dem Wiedersehen wurde es dann aber doch nichts: Der Oberschenkel streikte.  © Gumz
Werder Bremen gegen den 1. FC Köln
Ludwig Augustinsson hatte den ersten Abschluss der Partie (9.), sein Distanzschuss ging aber weit daneben. © Gumz
Werder Bremen gegen den 1. FC Köln
In der 31. Spielminute kam Ishak Belfoldil nach einem Freistoß zum Kopfball, aber auch der ging nicht aufs Tor. © nordphoto
Werder Bremen gegen den 1. FC Köln
Der 1. FC Köln hatte mehr Chancen in der ersten Hälfte, hier musste Lamine Sané gegen Leonardo Bittencourt klären. © nordphoto
Werder Bremen gegen den 1. FC Köln
In der 45. Minute kommt Belfodil erneut mit dem Kopf an den Ball. Auch dieser Versuch geht neben das Tor.  © nordphoto
Werder Bremen gegen den 1. FC Köln
Werder konnte sich auf den Kopf stellen: In der ersten Hälfte gelang kein Treffer. © nordphoto
Werder Bremen gegen den 1. FC Köln
Die zweite Halbzeit begann mit einem Freistoß der Kölner. Pavlenka wehrte ab und traf Dominique Heintz unglücklich am Kopf (47.). Der blieb kurz liegen, konnte dann aber weiterspielen. © nordphoto
Werder Bremen gegen den 1. FC Köln
Izet Hajrovic ersetzte nach der Pause Fin Bartels. Sein Schuss in der 53. Minute traf jedoch nicht das Ziel. © nordphoto
Werder Bremen gegen den 1. FC Köln
Es wurde das umkämpfte Kellerduell, hier Thomas Delaney im Zweikampf mit Salih Özcan. © nordphoto
Werder Bremen gegen den 1. FC Köln
In der 82. Spielminute war es dann soweit: Max Kruse kam für Florian Kainz, konnte beim ersten Einsatz seit seinem Schlüsselbeinbruch aber keine Akzente setzen. © nordphoto
Werder Bremen gegen den 1. FC Köln
Delaneys Kopfball in der Nachspielzeit hätte die Entscheidung bringen können, doch Konstantin Rausch kratzte ihn von der Kölner Torlinie.  © Gumz
Werder Bremen gegen den 1. FC Köln
Wurde vor allem von Pizarro-Ersatz Sehrou Guirassy geprüft: Jiri Pavlenka hielt das 0:0 mehrfach fest. © nordphoto

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