Claudio Pizarro will nach seiner aktiven Karriere kein Trainer werden: „Da wäre ich ja verrückt. Der Trainerjob ist enorm zeitintensiv.“
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Claudio Pizarro will nach seiner aktiven Karriere kein Trainer werden: „Da wäre ich ja verrückt. Der Trainerjob ist enorm zeitintensiv.“

Werder-Profi will kein Trainer werden

Pizarro: „Ich weiß, dass Lewandowski nah dran ist“

Bremen - Claudio Pizarro hat mit den Bayern viel erreicht, gegen sie lief es dagegen für ihn nicht so gut. In elf Bundesliga-Partien hat er gegen die Münchner nur zwei Mal gewonnen und nur drei Treffer erzielt. Und nun schickt sich auch noch ein Bayern-Profi an, dem Werder-Profi einen ganz besonderen Rekord wegzuschnappen. Doch Pizarro bliebt ganz gelassen.

„Ich weiß, dass Robert Lewandowski nah dran ist an mir. Aber wie viele Tore hat er?“, fragt Pizarro im Interview mit „t-online“. Es geht um die ewige Torjägerliste der Ausländer in der Bundesliga. Pizarro führt mit 194 Treffern, Lewandowski liegt bei 187. „Da muss ich vielleicht noch etwas länger spielen“, meint der Bremer und lacht.

Dass er mit 40 Jahren überhaupt noch in der Bundesliga dabei ist und sogar trifft, grenzt an ein fußballerisches Wunder. Zwei Tore hat er in dieser Saison erzielt. Lewandowski ist schon sieben Mal erfolgreich gewesen, aber eben auch zehn Jahre jünger. Sollte der Pole die Bundesliga nicht in naher Zukunft verlassen, dürfte er den Peruaner wohl schon bald einholen.

„Ach, ich habe wirklich andere Sachen im Kopf“, wiegelt Pizarro ab und erklärt: „Ich war immer ein Spieler, der viel an die Mannschaft gedacht hat.“ Wer es nicht glaubt, dem berichtet Pizarro folgende Geschichte: „Als ich bei den Bayern war, rief mich Jose Mourinho an, der damals noch Trainer bei Chelsea war. Er sagte: ,Ich will dich haben, weil du ein Teamspieler bist, so einen brauchen wir in unserer Mannschaft.‘ Da erst ist mir meine Spielweise selbst so richtig bewusst geworden.“

Pizarro: Trainer werden? „Da wäre ich ja verrückt“

2007 war das. Pizarro ging nach London, wurde dort aber nicht glücklich. Das lag vielleicht auch daran, weil Mourinho nach nur wenigen Monaten beim FC Chelsea gefeuert worden war. Pizarro kehrte zurück in die Bundesliga – zu Werder, dann zu Bayern, dann wieder Werder, ein kurzer Abstecher nach Köln und jetzt eben wieder Werder. Nach dieser Saison soll eigentlich Schluss sein, aber bei dem 40-Jährigen weiß man ja nie. So richtig festlegen will er sich auch nicht. Anders als beim Thema Karriere nach der Karriere.

„Viele fragen mich, ob ich mal Trainer werden will“, erzählt Pizarro: „Aber da wäre ich ja verrückt. Der Trainerjob ist enorm zeitintensiv. Dann müsste ich die Gegner analysieren, mit den Physios sprechen, mich um meine Spieler kümmern, Videos auswerten. Ich hätte keine Zeit mehr für irgendetwas anderes. Den Managerjob stelle ich mir zumindest etwas entspannter vor, dass dann noch Zeit für die Familie bleibt.“

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Derweil hat Werder Bremen neue Ersatzbänke und neuen Rasen bekommen, Coach Florian Kohfeldt ist aber noch nicht vollends begeistert. Im Duell um die schwedische Meisterschaft hat der ehemalige Werder-Stürmer mit seinem Club Hammarby IF die Tabellenführung übernommen.

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