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Klares Statement gegen Rechts: Werder-Angreifer Martin Harnik bei der Veranstaltung „Bremen zeigt Gesicht“.

Demo gegen Rechts in Bremen

Auch Martin Harnik zeigt Gesicht

Bremen - Martin Harnik ist es gewohnt, bei Werder Bremen einer in einer Elf zu sein. Doch am Mittwochabend war der Fußball-Profi einer von 5000. Von 5000 Demonstranten, die den Bremer Marktplatz füllten, um ein Zeichen gegen Rechts in Deutschland zu setzen. „Bremen zeigt Gesicht“ war das Motto der Veranstaltung, zu der der Deutsche Gewerkschafts-Bund aufgerufen hatte – und Martin Harnik zeigte sein Gesicht.

Nicht in der Masse zwar, sondern auf der Bühne, im Gespräch. Und der zweifache Vater verriet, dass ihm die Bremer mit ihrem Kommen und ihrem Engagement ein bisschen die Angst vor der Zukunft, in der seine Kinder aufwachsen werden, genommen hätten: „Wenn ich heute sehe, was hier los ist und wie viele Leute hier Gesicht zeigen, dann bin ich mir eigentlich sehr sicher, dass es bei meinen zwei Kindern nicht bleibt.“ Beifall und Lachen von den 5000 – Harniks Humor passte.

Aber natürlich war es dem Werder-Profi absolut ernst mit seiner Anwesenheit. Und das prominente Gesicht zu zeigen, bezeichnete er als ein Muss. „Wir genießen große Aufmerksamkeit“, sagte er über seinen Berufsstand, da sei „es wichtig, ein Statement abzugeben und sich nicht zu Hause zu verkriechen.“ Denn wer die Zukunft in seinem Sinn gestalten will, muss etwas tun – „und in meiner Zukunft und der meiner Kinder soll Rassismus nicht dazugehören“.

Nun war es freilich nicht so, dass Martin Harnik auf dem Bremer Marktplatz eine Brandrede für Toleranz und Offenheit gehalten hätte, diese Rolle kam eindeutig anderen zu - wie zum Beispiel Werder-Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald, der im Namen des Clubs versprach, „unsere große integrative Kraft einzusetzen, um in Deutschland für eine Gesellschaft ohne Rassismus und ohne Gewalt zu kämpfen“.

Deshalb war auch Martin Harnik gekommen. Und er beschrieb, wie „macht- und hilflos“ sich ein Spieler fühle, wenn in einem Fußball-Stadion während einer Partie rechte Parolen auftauchten. So wie einst, als der Stürmer noch beim VfB Stuttgart spielte und ein Kollege mit Affenlauten verunglimpft wurde. „Das ist aber nur eine Minderheit, die so etwas macht. Und es ist natürlich nötig, konsequent gegen diese Leute vorzugehen, damit sie nicht machen, was sie wollen. Aber wir dürfen ihnen auch nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken.“ Heißt für ihn: Spielabbrüche wegen rassistischer Äußerungen von den Rängen sind das falsche Mittel. Grund: Zu viel Macht für die „beschränkte Minderheit“. Wieder Applaus.

Fotostrecke: Schrecksekunde beim Werder-Training am Mittwoch

Werder-Training am Mittwoch.
Werder-Training am Mittwoch. © gumzmedia
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Werder-Training am Mittwoch.
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Werder-Training am Mittwoch.
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Werder-Training am Mittwoch.
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