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Werder-Trainer Alexander Nouri hat laut DFB-Chefausbilder nur die guten Seiten des Geschäfts genossen.

DFB-Chefausbilder Wormuth

DFB-Chefausbilder Wormuth warnt Werder-Coach Nouri

Berlin - DFB-Chefausbilder Frank Wormuth hat Werder-Coach Alexander Nouri und die anderen jungen und erfolgreichen Bundesliga-Trainer gewarnt.

„Bisher haben die sogenannten jungen Trainer wie Julian Nagelsmann, Alexander Nouri, Hannes Wolf und zum Beispiel Domenico Tedesco nur die guten Seiten ihrer Arbeit erleben dürfen“, sagte Wormuth im Interview mit dem Internet-Portal „t-online.de“ über den verstärkten Trend zu U40-Trainern.

Was Wormuth ausblendet: Bevor Nouri Werder aus dem Abstiegskampf bis ins Tabellenmittelfeld und fast sogar in die Europa League führte, hatte der 37-Jährige in Bremen schon vor dem Aus gestanden. Erst eine plötzliche Erfolgsserie, die mit einem Sieg gegen Mainz im Februar begann, hatte ihm den Kopf gerettet.

Ein Top-Trainer-Talent macht laut Wormuth aus, neben den üblichen Kompetenzen noch offen für Innovationen zu sein. Er sollte die Fähigkeit haben, Fehler machen zu wollen, um zu lernen. „Den einen kostet es die Karriere, weil der Markt erbarmungslos ist, dem anderen hilft es, besser zu werden, weil sein Team trotzdem gewinnt“, sagte der Chefausbilder zu dem Spagat, den die Trainer-Talente absolvieren müssten. „Es gibt keinen Königsweg.“

Während Nouri aus Werder einen Europapokal-Anwärter formte, führte der 29-jährige Julian Nagelsmann 1899 Hoffenheim in die Champions-League-Qualifikation und der 36-jährige Hannes Wolf den VfB Stuttgart zurück in die Fußball-Bundesliga. Zuletzt installierte Schalke 04 überraschend den 31-jährigen Domenico Tedesco als Cheftrainer. Tedesco hatte seine Trainer-Ausbildung gemeinsam mit Nouri und Nagelsmann abgeschlossen, wurde mit Traumnote 1,0 Lehrgangsbester.

dpa/han

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