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Florian Kohfeldt war im Jahr 2015 Jahrgangsbester der DFB-Trainerausbildung.

DFB-Trainerausbildung

Eine Auszeichnung, die den Erfolg nicht garantiert

Bremen - Jahrgangsbester der DFB-Trainerausbildung - und dann? Florian Kohfeldt erhielt diese Auszeichnung im Jahr 2015. Eine Garantie für zukünftigen Erfolg ist das aber noch lange nicht, wie ein Blick auf einige seiner Vorgänger zeigt.

Viele der Jahrgangsbesten aus den Jahren vor 2015 sind teilweise gar nicht mehr bei einem Verein als Trainer unter Vertrag. Die jüngsten Beispiele sind prominente Namen wie Holger Stanislawski (Jahrgangsbester 2009) oder Dirk Schuster (2008). Stanislawski stand zuletzt beim 1. FC Köln unter Vertrag und ist seit Juli 2013 vereinslos. Auch Dirk Schuster ist seit seiner Freistellung im Dezember 2016 beim FC Augsburg ohne Club.

Gleiches gilt für Andre Schubert (2004), der zuletzt Cheftrainer bei Borussia Mönchengladbach war und ebenfalls im Dezember vergangenen Jahres seinen Hut nehmen musste. Seitdem wartet auch der 46-jährige Fußballlehrer auf eine neue Aufgabe. Auch der ehemalige Werder-Trainer Robin Dutt ist seit seinem Abgang als Sport-Vorstand des VfB Stuttgart im Mai 2016 ohne Beschäftigung in der Bundesliga. Eine ausführliche Übersicht aller Jahrgangsbesten der DFB-Trainerausbildung seit 2001:

Jahr

Person

Funktion

2001

Iraklis Metaxas

Nachwuchs Bayer Leverkusen

2001

Holger Gehrke

ohne Verein

2001

Michael Frontzeck

ohne Verein

2002

Uwe Fuchs

Spielerberatung

2003

Thomas Doll

Ferencvaros Budapest

2003

Hansi Flick

Geschäftsführung 1899 Hoffenheim

2004

Maren Meinert

Nachwuchs DFB

2004

Olaf Janßen

FC St. Pauli

2004

Andre Schubert

ohne Verein

2005

Kai Timm

Sportlicher Leiter Fußballverband Rheinland

2005

Robin Dutt

ohne Verein

2006

Markus von Ahlen

Nachwuchs Bayer Leverkusen

2007

Karsten Baumann

ohne Verein

2008

Dirk Schuster

ohne Verein

2009

Holger Stanislawski

ohne Verein

2010

Mario Himsl

Nachwuchsleiter Kirchheimer SC

2011

Jan-Moritz Lichte

Co-Trainer Mainz 05

2012

Alexander Zorniger

Bröndby Kopenhagen

2013

Frank Kramer

Nachwuchs DFB

2014

Achim Beierlorzer

Jahn Regensburg

2015

Florian Kohfeldt

Werder Bremen

2016

Domenico Tedesco

Schalke 04

(mit sid)

Florian Kohfeldt: Seine Karriere in Bildern

Florian Kohfeldt spielte von 2001 bis 2009 in Werders dritter Mannschaft, wechselte dann ins Trainerfach. Als Co-Trainer von Viktor Skripnik war er vier Jahre lang bei der U17 tätig, in der Saison 2013/14 dann auch bei Werders U23.
Florian Kohfeldt spielte von 2001 bis 2009 in Werders dritter Mannschaft, wechselte dann ins Trainerfach. Als Co-Trainer von Viktor Skripnik war er vier Jahre lang bei der U17 tätig, in der Saison 2013/14 dann auch bei Werders U23. © gumzmedia
Viktor Skripnik, Florian Kohfeldt und Torsten Frings
Im Oktober 2014 wurde Skripnik nach der Entlassung Robin Dutts Cheftrainer bei den Profis. Seine Co-Trainer bei der U23, Kohfeldt und Torsten Frings, folgten ihm in die Bundesliga. © Gumz
In 70 Pflichtspielen der Profis saß Kohfeldt auf der Werder-Bank.
In 70 Pflichtspielen der Profis saß Kohfeldt auf der Werder-Bank. © gumzmedia
Nachdem Skripnik im September 2016 gehen musste und U23-Trainer Alexander Nouri seinen Posten übernahm, kehrte Kohfeldt zu Werders U23 zurück. 
Nachdem Skripnik im September 2016 gehen musste und U23-Trainer Alexander Nouri seinen Posten übernahm, kehrte Kohfeldt zu Werders U23 zurück.  © gumzmedia
Florian Kohfeldt
Seit Oktober 2016 ist er dort als Trainer tätig und schaffte in der Saison 2016/17 den Klassenerhalt. © Gumz
Nach der Entlassung von Alexander Nouri am 30. Oktober 2017 übernahm Fußballlehrer Kohfeldt die Bundesliga-Mannschaft interimsweise als Cheftrainer.
Nach der Entlassung von Alexander Nouri am 30. Oktober 2017 übernahm Fußballlehrer Kohfeldt die Bundesliga-Mannschaft interimsweise als Cheftrainer. © gumzmedia
Florian Kohfeldt
Kohfeldt genießt bei Werder eine sehr hohe Wertschätzung. „Er kann Spieler weiterentwickeln. Er hat eine klare Ansprache. Er ist ein intelligenter, junger, innovativer Trainer“, lobte Sportchef Frank Baumann nach Kohfeldts Beförderung. © Gumz
Florian Kohfeldt
Zwar setzte Kohfeldt in seinem ersten Erstliga-Spiel als Cheftrainer mit Werder neue Impulse, das Spiel gegen Eintracht Frankfurt ging durch ein spätes Gegentor trotzdem mit 1:2 verloren. © Gumz
Doch unter Kohfeldt ging es aufwärts. Am 10. November meldete Werder Vollzug: Kohfeldt bleibt Cheftrainer - zunächst bis zur Winterpause.
Doch unter Kohfeldt ging es aufwärts. Am 10. November meldete Werder Vollzug: Kohfeldt bleibt Cheftrainer - zunächst bis zur Winterpause. © gumzmedia
Florian Kohfeldt
Florian Kohfeldt hatte Erfolg, wurde fest als Cheftrainer installiert und führte Werder aus der Abstiegszone in der Bundesliga. © Gumz
Florian Kohfeldt
Anfang April 2018 unterschrieb Kohfeldt einen Vertrag bei Werder bis 2021. © Gumz
Florian Kohfeldt
Florian Kohfeldt blieb in der Saison 2017/2018 in allen zwölf Heimspielen als Cheftrainer ungeschlagen. © Gumz
Florian Kohfeldt
Florian Kohfeldt hat Werder eine neue Handschrift und Mentalität verpasst. Mit ihm soll es nun wieder dauerhaft aufwärts gehen. © Gumz
Der DFB verleiht Florian Kohfeldt den „Trainerpreis des deutschen Fußballs 2018“. Der „Trainer des Jahres 2018“ begeistert nicht nur an der Weser.
Der DFB verleiht Florian Kohfeldt den „Trainerpreis des deutschen Fußballs 2018“. Der „Trainer des Jahres 2018“ begeistert nicht nur an der Weser. © imago images/Jan Huebner
Der Chef bleibt an Bord - Ende Juli hat Florian Kohfeldt seinen Vertrag bei Werder Bremen vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2023 verlängert. 
Der Chef bleibt an Bord - Ende Juli 2019 hat Florian Kohfeldt seinen Vertrag bei Werder Bremen vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2023 verlängert.  © gumzmedia

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